Rébecca Chaillons radikale Performance feiert rauschende Premiere in Wien
Margret auch SchlauchinRébecca Chaillons radikale Performance feiert rauschende Premiere in Wien
Rébecca Chaillons mutige neue Performance feiert Premiere bei den Wiener Festwochen
The Parable of Acid (Die Parabel der Säure) hatte im Odeon Premiere und verbindet Theater mit scharfer Gesellschaftskritik. Die Show wird als rebellisches Science-Fiction-Stück beschrieben, das Diskriminierung und Identität erkundet.
Die Produktion wird von Chaillon selbst inszeniert und aufgeführt – einer schwarzen, fetten, kinderlosen, alternden lesbischen Künstlerin. Sie führt ein Ensemble aus sieben fetten Performern durch eine fast dreistündige Auseinandersetzung mit ihren Lebensrealitäten. Der Originaltitel La Parabole du Seum spielt mit den französischen Wörtern für „Parabel“ und „Satellitenschüssel“ und deutet auf die vielschichtigen Themen des Stücks hin.
Die Aufführung beginnt damit, dass die Schauspieler:innen sich für ihre Körper entschuldigen. Offen teilen sie vergangene Kämpfe mit Essen und Körperbild. Die Erzählung lässt sich von Octavia Butlers Roman Parable of the Sower (Die Parabel der Säerin) inspirieren und verwebt Science-Fiction-Elemente mit realen gesellschaftlichen Fragen.
Die Darsteller:innen, bekleidet mit goldener Unterwäsche, durchlaufen eine Reihe provokanter Szenen – von chaotischen Fressorgien bis zu übertriebenen Bodybuilder-Posen. Eine groteske Nachstellung von The Biggest Loser bildet den Höhepunkt und macht die Demütigungen sichtbar, denen dicke Menschen oft ausgesetzt sind.
Die Show stellt gesellschaftliche Einstellungen zu Fettsein infrage – mit Humor, Satire und schonungsloser Ehrlichkeit. Sie bietet fat Performern eine seltene Bühne, um ihre Geschichten zurückzuerobern. Das Publikum der Wiener Festwochen erlebte eine Aufführung, die Normen herausfordert und Gespräche anregt.






