07 April 2026, 00:25

Preisschock: Lokale Apotheken bis zu 15 Euro teurer als Online-Anbieter

Eine Apothekerin in weißem Kittel hält eine Flasche und spricht mit einem Kunden, der an einem Tisch mit verschiedenen Gegenständen sitzt, während Regale mit Flaschen und Körben im Hintergrund zu sehen sind.

Preisschock: Lokale Apotheken bis zu 15 Euro teurer als Online-Anbieter

Eine aktuelle Untersuchung von NDR Markt hat deutliche Preisdifferenzen zwischen örtlichen Apotheken und Online-Anbietern bei verschreibungspflichtigen Medikamenten aufgedeckt. Die Studie verglich die Kosten in traditionellen Apotheken vor Ort mit denen bei Shop Apotheke und DocMorris und untersuchte zudem Kundenpräferenzen sowie Unterschiede im Service. Viele Befragte bevorzugten trotz höherer Preise weiterhin die stationäre Apotheke.

NDR Markt analysierte die Preise identischer Medikamenten-Körbe bei drei Anbietern. In der Elefanten-Apotheke lag die Rechnung um 15,18 Euro höher als beim günstigsten Online-Angebot. DocMorris unterbot Shop Apotheke um 44 Cent, wobei beide innerhalb von zwei Werktagen lieferten.

Die Umfrage zeigte auch, warum Kunden an lokalen Apotheken festhalten: Die Hälfte der Teilnehmer nannte die einfache Erreichbarkeit und das angenehme Einkaufserlebnis vor Ort als entscheidende Gründe. Andere schätzten die sofortige Fachberatung und empfanden die eigenständige Recherche als überfordernd. Bei Online-Anbietern gestaltete sich der Kontakt zu Beratern für viele hingegen als schwierig.

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Sowohl Shop Apotheke als auch DocMorris erlaubten Direktbestellungen ohne vorherige Beratung, wobei Sicherheitsvorkehrungen die Abgabemengen auf haushaltsübliche Mengen und apothekenrechtliche Vorgaben beschränkten. Die NDR-Reporter stellten fest, dass sich Online-Beratungen leicht umgehen ließen und Medikamente ohne vorherige Prüfung erworben werden konnten.

Barbara Gröbner, Inhaberin einer örtlichen Apotheke, erklärte, dass die höheren Preise die Kosten für das Vorhalten von Fachpersonal vor Ort widerspiegeln. Der Wirtschaftswissenschaftler Sascha Raithel verwies darauf, dass Online-Anbieter ihre Prozesse optimiert hätten, Lieferzeiten verkürzten und gleichzeitig mehrere Kunden bedienen könnten.

Die Untersuchung belegt einen klaren Preisvorteil der Online-Apotheken – in manchen Fällen liegen die Ersparnisse bei über 15 Euro. Dennoch bevorzugen viele Kunden weiterhin die Apotheke vor Ort wegen der besseren Erreichbarkeit und der persönlichen Beratung. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Bequemlichkeit und Vertrauen nach wie vor entscheidend dafür sind, wo Menschen ihre Medikamente kaufen.

Quelle