10 May 2026, 08:18

Pflegesystem vor dem Kollaps: 22 Milliarden Euro Defizit drohen bis 2026

Alte deutsche Auslandsanleihe von 1924 mit Porträt einer Frau, bedrucktem Text und handgeschriebenen Zahlen zur Bezeichnung.

Pflegesystem vor dem Kollaps: 22 Milliarden Euro Defizit drohen bis 2026

Deutschlands Pflegesystem steht vor einer Finanzkrise – mit einem erwarteten Defizit von über 22 Milliarden Euro in den nächsten zwei Jahren. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kritisierte frühere Regierungen scharf, weil diese das System durch jahrelange Leistungsausweitungen ohne nachhaltige Finanzierung in einen „katastrophalen Zustand“ gebracht hätten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Warken kündigte an, das System bis Mitte Mai reformieren und Sparmaßnahmen einführen zu wollen. Ihr Ziel ist es, weitere Erhöhungen der Pflegeversicherungsbeiträge zu verhindern, die ohnehin bereits steigen sollen. Ein zentraler Vorschlag sieht vor, höhere Verdienstgruppen stärker an den Kosten zu beteiligen.

Aktuell liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei einem Bruttomonatsgehalt von 5.812 Euro. Einen Verzicht auf die bestehenden fünf Pflegegrade – die bei früheren Reformen von drei auf fünf erweitert wurden – schloss Warken aus.

Doch nicht nur die Pflegeversicherung steht unter Druck: Auch die übrigen Sozialversicherungssysteme Deutschlands sind schwer belastet. Warkens Reformen zielen darauf ab, die Finanzierung zu stabilisieren, ohne die Versorgung der Pflegebedürftigen zu gefährden.

Das anstehende Reformpaket wird regeln, wie die Beiträge angepasst werden und wer die zusätzlichen Kosten trägt. Angesichts des wachsenden Defizits werden die Änderungen Millionen von Versicherten und Pflegeempfängern direkt betreffen. Die finalen Vorschläge soll Warken in den kommenden Wochen vorlegen.

Quelle