17 March 2026, 06:21

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 und spendet Preisgeld für Kosovos Kultur

Gemälde von Wassily Kandinsky in einem klassischen Rahmen an einer Wand.

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 und spendet Preisgeld für Kosovos Kultur

Der kosovarische Künstler Petrit Halilaj hat den Nasher-Preis 2027 gewonnen, eine der renommiertesten Auszeichnungen der Kunstwelt. Mit 39 Jahren ist er der jüngste Preisträger in der Geschichte des Preises. Seine Werke verbinden oft persönliche Erlebnisse mit größeren Themen wie Konflikt und Kindheit.

Halilaj wuchs während des Kosovo-Krieges der 1990er-Jahre auf. Als er 13 Jahre alt war, brannten serbische Truppen das Haus seiner Familie nieder. Diese Erfahrungen prägen seine Kunst, die kindliche Unschuld mit der Härte des Krieges kontrastiert. Eines seiner jüngsten Projekte verwandelte Kritzeleien von Schulkindern auf Schulbänken in Bronzeskulpturen.

2024 inszenierte er Syrigana, eine interdisziplinäre Oper im Kosovo. Die Produktion wurde bei einem Brandanschlag beschädigt, doch sie konnte schnell wiederaufgebaut werden. Nun konzentriert sich Halilaj auf das Haus der Kultur, ein Kunstzentrum in seiner Heimatstadt. Die von ihm unterstützte Hajde!-Stiftung saniert das Gebäude für eine geplante Wiedereröffnung im Jahr 2027.

Der Künstler hat angekündigt, sein Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar der Stiftung zu spenden. Er stellt sich das Haus der Kultur als Begegnungsort für Menschen aller ethnischen Hintergründe und Minderheitengruppen vor. Sein Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem Kunst Verbindung und Heilung fördert.

Halilajs Auszeichnung lenkt die weltweite Aufmerksamkeit auf die Kunstszene des Kosovos. Die Mittel aus dem Nasher-Preis werden den Wiederaufbau des Hauses der Kultur unterstützen, das 2027 eröffnet werden soll. Seine Arbeit setzt sich weiterhin mit Erinnerung, Konflikt und der Kraft der Gemeinschaft durch Kunst auseinander.

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