Olaf Lies vor Ernennung zum Grünkohlkönig – eine scherzhafte Ehre mit Tradition
Margret auch SchlauchinKönig Olaf Lies? Die Ehre, die auf den Regierungschef wartet - Olaf Lies vor Ernennung zum Grünkohlkönig – eine scherzhafte Ehre mit Tradition
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies könnte bald einen eher ungewöhnlichen Titel tragen. Der SPD-Politiker steht kurz davor, zum nächsten Grünkohlkönig gekürt zu werden – eine ehrenvolle, aber scherzhafte Auszeichnung mit langer Tradition. Die offizielle Bekanntgabe erfolgt beim diesjährigen Grünkohlessen in Berlin am 2. März.
Der Titel des Grünkohlkönigs geht auf das Jahr 1956 zurück und wurde ins Leben gerufen, um Oldenburg und die umliegende Region zu bewerben. Jährlich wird die Ehre einer prominenten Persönlichkeit – oft aus der Politik – zuteil, die fortan als Botschafter für die Region fungiert. Zu den bisherigen Trägern zählen bekannte Namen wie Helmut Schmidt, Helmut Kohl und Angela Merkel.
Zu den wichtigsten Pflichten des Grünkohlkönigs gehört es, Oldenburg während seiner "Regentschaft" mindestens einmal zu besuchen. Für Lies wäre dies kein Problem: Er lebt in der Nähe und kennt die Stadt bereits gut. Zudem hat er bereits Interesse an der Rolle gezeigt, etwa als Ehrengast beim Festumzug des Kramermarkts.
Trotz des humorvollen Charakters der Auszeichnung ist sie nicht ohne Prestige. Bisher hat jedoch noch kein ehemaliger deutscher Bundeskanzler den Titel innegehabt.
Die endgültige Entscheidung über Lies' mögliche Ernennung fällt beim traditionellen Grünkohlessen. Sollte er gewählt werden, reiht er sich in die Riege politischer Persönlichkeiten ein, die diese symbolträchtige Rolle übernommen haben. Mit dem Titel verbunden ist die Aufgabe, Oldenburg und seine Bräuche während seiner Amtszeit als Grünkohlkönig zu repräsentieren.






