25 February 2026, 05:01

Ökumenischer Gottesdienst in Koblenz verbindet Kunst und Glaube auf einzigartige Weise

Ein Altar in einer Kirche mit Skulpturen von Menschen und Kerzen auf Ständern, vor einer Wand mit einem Gemälde, das eine feierliche Atmosphäre schafft.

Ökumenischer Gottesdienst in Koblenz verbindet Kunst und Glaube auf einzigartige Weise

Einzigartiger ökumenischer Gottesdienst in Koblenz: Kunst, Glaube und menschliche Existenz im Dialog

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In Koblenz fand ein außergewöhnlicher ökumenischer Gottesdienst statt, der lokale Künstler:innen, Wissenschaftler:innen und religiöse Würdenträger:innen zusammenbrachte. Die Veranstaltung verband liturgische Elemente mit kultureller Reflexion und stand unter dem Motto Schöpferkraft und menschliches Dasein. Gleichzeitig markierte sie den Auftakt einer Kunstausstellung, die bis März 2026 zu sehen sein wird.

Geleitet wurde der Gottesdienst gemeinsam von Superintendent Rolf Stahl der Evangelischen Kirche und Dekan Thomas Darscheid der Katholischen Kirche. Organist Joachim Aßmann begleitete die Feier musikalisch. In der Herz-Jesu-Kirche setzte sich Barbara Gröbls Installation Mensch mit dem biblischen Motiv des Sündenfalls auseinander – passend zum Thema ersöchpferisch, einem Wortspiel aus Schöpfung und Erschöpfung.

Professor Wolf-Andreas Liebert von der Universität Koblenz hielt einen Vortrag über Kreativität im Zeitalter der Selbstoptimierung. Dabei bezog er sich auf Sigmund Freuds Idee des "prothetischen Gottes" und kritisierte die moderne Gesellschaft für ihre Fixierung auf Macht und Konsum. Die Zusammenarbeit lokaler Kulturschaffender machte den Gottesdienst zu einer besonderen Symbiose aus Glauben und Kunst.

Im Anschluss an die Feier eröffnete im Künstlerhaus Metternich eine Ausstellung des Bundes Bildender Künstler Mittelrhein (BBK). Die gezeigten Werke sind bis Sonntag, den 15. März 2026, für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Veranstaltung verband religiöse Tradition mit zeitgenössischem künstlerischem Ausdruck. Gröbls Installation und Lieberts Vortrag boten dabei gegensätzliche Perspektiven auf menschliche Kreativität und ihre Widersprüche. Besucher:innen können die Ausstellung nun erkunden, die den Dialog zwischen Glaube, Kultur und Selbstreflexion fortsetzt.