NRW-Regierung verliert dramatisch an Zustimmung – CDU unter Druck
Maximilian SchönlandNRW-Regierung verliert dramatisch an Zustimmung – CDU unter Druck
Die Zufriedenheit der Bürger mit der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen ist stark gesunken. Nur noch 42 Prozent bewerten ihre Arbeit positiv, während 53 Prozent unzufrieden sind. Wirtschaftliche Sorgen und Probleme bei der Infrastruktur nehmen unter den Wählern zu.
Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst kommt nur noch auf 32 Prozent Zustimmung – ein Rückgang um drei Punkte seit Februar. Auch seine persönlichen Werte haben sich verschlechtert: 42 Prozent sind zufrieden, 40 Prozent unzufrieden.
Die SPD unter Jochen Ott liegt bei 17 Prozent und nähert sich damit einem historischen Tiefstand im Land. Die Grünen konnten um zwei Punkte auf 15 Prozent zulegen. Gleichzeitig stieg die AfD auf 17 Prozent und liegt damit gleichauf mit der SPD als zweitstärkste Kraft. Die FDP hat ebenfalls Boden gutgemacht und überschreitet mit fünf Prozent erstmals seit April 2024 die Fünf-Prozent-Hürde.
Die wirtschaftlichen Ängste wachsen. Nur noch 22 Prozent der Wahlberechtigten bewerten die wirtschaftliche Lage des Landes als sehr gut oder gut – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Die Unsicherheit am Arbeitsmarkt hat ebenfalls zugenommen: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten die Arbeitslosigkeit, ein Anstieg um sechs Punkte. Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehr sind mit 31 Prozent der Wählerstimmen das drängendste Problem. Zudem überdenkt jeder vierte Bürger wegen der steigenden Kosten seine Urlaubspläne für den Sommer.
Die Verschiebungen in der Parteilandschaft und die Stimmungslage der Bevölkerung spiegeln eine breitere wirtschaftliche und soziale Verunsicherung wider. Die CDU bleibt zwar stärkste Kraft, sieht sich aber wachsender Unzufriedenheit ausgesetzt. Die Wähler setzen Infrastruktur und finanzielle Stabilität ganz oben auf die Agenda der drängendsten Themen für das Land.
