Tuner-Szene: NRW-Polizei zielt auf 'Entertainer' - NRW-Polizei jagt Influencer, die illegale Straßenrennen bewerben
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen geht verstärkt gegen Social-Media-Influencer vor, die illegale Straßenrennen bewerben. Diese Personen filmen und verbreiten gefährliche Autostunts und locken damit große Menschenmengen zu nicht genehmigten Treffen. Die Behörden wollen nun mit schärferen Maßnahmen gegen rücksichtsloses Fahren und die damit verbundenen Gefahren für die öffentliche Sicherheit vorgehen.
Der neue Einsatzplan sieht groß angelegte und sofortige Polizeimaßnahmen bei gemeldeten Veranstaltungen vor. Beamte werden die Online-Kanäle der Influencer überwachen, um frühzeitig Hinweise auf geplante Treffen zu erhalten. Dadurch können sie Teilnehmer bereits auf dem Weg dorthin abfangen.
Um Beweise zu sichern und Risiken einzuschätzen, könnten bei illegalen Treffen Hubschrauber oder Drohnen eingesetzt werden. Die Landespolizei NRW prüft zudem eine engere Abstimmung mit den Behörden in Belgien und den Niederlanden. Ziel ist es, zu verhindern, dass Veranstalter durch Grenzübertritte der Strafverfolgung entgehen.
Nach dem öffentlichen Sicherheitsrecht können die Beamten offizielle Verwarnungen aussprechen oder Influencern den Aufenthalt in bestimmten Gebieten untersagen. Bisher sind jedoch zwischen Januar 2024 und März 2026 keine bekannten Influencer in der Region offiziell verwarnt oder als Beteiligte solcher Veranstaltungen identifiziert worden.
Die Maßnahmen richten sich gegen Influencer, die durch ihre Online-Inhalte zu gefährlichem Fahrverhalten anstiften. Durch die Überwachung geplanter Treffen und den Einsatz von Luftaufklärung hofft die Polizei, die Risiken für die Bevölkerung zu verringern. Im Mittelpunkt steht die Verhinderung großflächiger Zusammenkünfte, bevor diese überhaupt beginnen.