Niedersachsens Sparkassen wachsen 2025 trotz weniger Filialen und setzen auf KI
Janos PieperSparkassen in Niedersachsen verzeichnen mehr Kredite und Einlagen - Niedersachsens Sparkassen wachsen 2025 trotz weniger Filialen und setzen auf KI
Niedersachsens Sparkassen verzeichnen starkes Wachstum im Jahr 2025 – trotz leichter Filialrückgänge
Die Sparkassen in Niedersachsen haben für das Jahr 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum gemeldet, obwohl die Zahl der Filialen leicht zurückging. Sowohl die Kundeneinlagen als auch die Kreditvergaben stiegen deutlich an und spiegeln damit eine gestiegene Nachfrage nach Finanzdienstleistungen wider. Gleichzeitig trieb der Sektor die digitale Modernisierung voran – mit der Integration von KI und verbesserten Sicherheitsmaßnahmen, um sich an die veränderten Bedürfnisse der Kunden anzupassen.
Laut den aktuellsten Zahlen erreichten die Kundeneinlagen bei den Sparkassen der Region ein Volumen von 107,4 Milliarden Euro – ein Plus von 3,2 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Den größten Teil dieses Wachstums machten kurzfristige Sichteinlagen aus, die um 5,2 Milliarden Euro zunahmen, während klassische Sparbücher und Festgeldkonten Rückgänge verzeichneten.
Auch die Kreditvergabe expandierte: Die Neuzusagen stiegen um 14 Prozent auf 17 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte der neuen Darlehen floss an Unternehmen und Selbstständige. Die ausstehenden Kredite wuchsen insgesamt um 2,6 Milliarden Euro auf 105,6 Milliarden Euro. Zudem entwickelte sich das Wertpapiergeschäft positiv – der Nettoumsatz stieg um 55 Millionen Euro auf 2 Milliarden Euro.
Die Beschäftigtenzahl im Sektor erhöhte sich um 266 Stellen auf insgesamt 19.200 Mitarbeiter. Die Anzahl der Filialen ging jedoch leicht von 626 auf 619 zurück.
Um den digitalen Anforderungen gerecht zu werden, hat die Sparkassen-Finanzgruppe neue Maßnahmen eingeführt. Dazu gehören zentrale Koordinationsstellen für KI, standardisierte IT-Lösungen für Apps und Marktplätze sowie die Einstellung von Fachkräften in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Datenmanagement und IT-Sicherheit. Zudem wurden Schulungsprogramme zu Digitalbanking, Sicherheit und App-Nutzung ausgeweitet.
SVN-Präsident Cord Bockhop bezeichnete die Sparkassen als "eine Säule der Stabilität und des Vertrauens" für mittelständische Unternehmen (KMU) und Privatkunden. Vizepräsident Guido Mönnecke ergänzte, dass die Aussichten für 2026 weiterhin stabil blieben.
Die niedersächsischen Sparkassen haben ihre finanzielle Position gestärkt und gleichzeitig in digitale Dienstleistungen investiert. Mit höheren Einlagen, wachsender Kreditvergabe und einer größeren Belegschaft bleibt der Sektor eine wichtige Stütze für Unternehmen und Privatpersonen. Der Fokus auf KI und Sicherheit unterstreicht die kontinuierlichen Bemühungen, den Anforderungen des modernen Bankwesens gerecht zu werden.






