Niedersachsens Friseure kämpfen um Existenz durch Rückforderung von Corona-Hilfen
Friseure wehren sich gegen Corona-Rückforderungsforderungen - Niedersachsens Friseure kämpfen um Existenz durch Rückforderung von Corona-Hilfen
Tausende Friseurbetriebe in Niedersachsen sehen sich mit Forderungen zur Rückzahlung von Corona-Soforthilfen konfrontiert, die sie im Jahr 2020 erhalten hatten. Viele Saloninhaber gingen davon aus, dass es sich um nicht rückzahlbare Zuschüsse handelte – nun fürchten sie um ihre Existenz, da die Rückforderungsbescheide eintreffen. Als Reaktion darauf hat die Friseur-Innung Niedersachsen eine Petition gestartet, um gegen die Entscheidung vorzugehen.
Die Landesbank NBank genehmigte 2020 rund 140.000 Hilfsanträge mit einem Gesamtvolumen von etwa 908 Millionen Euro. Davon sind noch etwa 1.570 Widerspruchsverfahren offen. Die Innung schätzt, dass über 7.500 Friseurbetriebe in der Region Fördergelder erhielten, die meisten in Höhe von 9.000 bis 15.000 Euro.
Würden alle 7.500 Betriebe zur Rückzahlung von je 9.000 Euro verpflichtet, summierte sich die Gesamtforderung auf rund 67,5 Millionen Euro. Die NBank betont, dass die Rückzahlungsbedingungen klar in den Richtlinien festgehalten wurden. Die Hilfen sollten demnach akute finanzielle Engpässe überbrücken – nicht als dauerhafte Förderung dienen. Für Betroffene, die in Zahlungsschwierigkeiten geraten, gibt es jedoch Möglichkeiten wie Ratenzahlungen oder Stundungen.
Die Petition der Innung wird nun am 18. Februar vor den Petitionsausschuss des Landtages gebracht. Die Salonbesitzer hoffen, dass die Prüfung zu einem Erlass der Rückforderungsforderungen führt und so die finanzielle Belastung für viele gemildert wird.
Das Ergebnis der Petition könnte entscheiden, ob Tausende Friseure die Gelder zurückzahlen müssen. Sollten die Forderungen bestehen bleiben, könnten Betriebe auf alternative Zahlungsregelungen angewiesen sein, um weitere Härten zu vermeiden. Die Entscheidung liegt nun beim anstehenden Review des Landtages.
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