Niedersachsens Böden in Not: Wie Agroforstwirtschaft die Natur retten könnte
Niedersachsens Böden in Not: Wie Agroforstwirtschaft die Natur retten könnte
Niedersachsen steht vor wachsenden Umweltbelastungen durch intensive Landwirtschaft
Stickstoffbelastung, Artenrückgang und Bodenerosion gefährden die vielfältigen Landschaften Niedersachsens – von den Harzer Bergen bis zum Wattenmeer. In den letzten drei Jahrzehnten sind Feuchtgebiete und Grünländer der Region dramatisch geschrumpft. Nun wird Agroforstwirtschaft, die Kombination von Bäumen, Ackerbau und Viehzucht, als möglicher Weg erforscht, um das ökologische Gleichgewicht wiederherzustellen und gleichzeitig die Landwirtschaft zu stärken.
Seit 1992 hat das Bundesland zwischen 40 und 50 Prozent seiner feuchten Grünflächen verloren: von einst etwa 250.000 Hektar auf heute rund 140.000. Dieser Rückgang übertrifft die Verluste in Nachbarländern wie Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen und ist vor allem auf Entwässerung und die Intensivierung der Landwirtschaft zurückzuführen. Als Gegenmaßnahme konzentrieren sich Naturschutzbemühungen auf den Kiebitz, einen am Boden brütenden Vogel. Dazu gehören späteres Mähen nach dem 15. April, Prädatorenkontrolle auf über 200 Flächen sowie die Schaffung von 5.000 Hektar Brachland, das speziell auf die Bedürfnisse der Art zugeschnitten ist. Diese Maßnahmen haben dazu beigetragen, die lokale Kiebitzpopulation bei etwa 50.000 Brutpaaren zu stabilisieren.
Agroforstwirtschaft könnte weitere Vorteile bringen, indem Gehölzstreifen entlang von Äckern oder Weiden gepflanzt werden. Solche Systeme verringern die Stickstoffbelastung in Böden und Gewässern und binden gleichzeitig Kohlenstoff. Zudem bieten sie Lebensraum und Nahrung für Vögel, Insekten und andere Wildtiere – und fördern so die Artenvielfalt. Fast das gesamte Ackerland Niedersachsens eignet sich für solche Praktiken, wobei ein Drittel der Flächen besonders stark von den positiven Effekten profitieren würde.
Doch es gibt weiterhin Herausforderungen: Rund 90 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen sind gepachtet, was langfristige Investitionen für Pächter riskant macht. Hohe Anfangskosten und Unsicherheiten schrecken viele davon ab, auf Agroforstwirtschaft umzusteigen. Zudem stehen große Teile der Agrarflächen unter Schutzstatus, was vor jeder Veränderung gründliche Prüfungen erfordert. Der NABU Niedersachsen unterstützt zwar das Konzept, betont aber, dass Vorsicht geboten ist, um seltene Lebensräume oder bereits bedrohte Arten nicht zu gefährden.
Agroforstwirtschaft könnte in Niedersachsen den Weg zu gesünderen Böden, sauberem Wasser und einer artenreicheren Natur ebnen. Da der Großteil der Ackerflächen geeignet ist und die positiven Effekte für Klima und Umwelt belegt sind, könnte dieser Ansatz Teile der Landwirtschaft in der Region grundlegend verändern. Doch Pachtverträge und Naturschutzauflagen bedeuten, dass Fortschritte von sorgfältiger Planung und gezielter Unterstützung für Landwirt:innen abhängen werden.
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