Niedersachsen testet direkten Jobwechsel ohne Arbeitslosigkeitsphase
Janos PieperVom Job zum Job: Wie das Land Arbeitslosigkeit vermeiden will - Niedersachsen testet direkten Jobwechsel ohne Arbeitslosigkeitsphase
Niedersachsen startet Modellprojekt für direkten Jobwechsel ohne Arbeitslosigkeit
Niedersachsen führt ein neues Pilotprojekt ein, das Arbeitnehmern den direkten Wechsel zwischen Jobs ermöglichen soll – ohne dass sie dazwischen arbeitslos werden. Die Initiative mit dem Namen "Jobwechsel jetzt!" startet zunächst in Hildesheim, bevor sie landesweit ausgerollt wird. Behörden zufolge soll sie den Arbeitsmarkt in Zeiten wirtschaftlicher Umbrüche flexibler machen.
Ziel des Vorhabens ist es, Unternehmen, die Stellen abbauen, mit Betrieben zu vernetzen, die dringend Fachkräfte suchen. Durch reibungslosere Übergänge soll die Arbeitslosigkeit infolge von Umstrukturierungen verringert werden. Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne betonte, dass solche direkten Jobwechsel entscheidend seien, um den industriellen Wandel zu bewältigen.
Ein vergleichbares Programm gab es in Niedersachsen bisher nicht. Die Niedersächsische Transformationsagentur wird das Projekt steuern und dabei mit Unternehmen, Gewerkschaften und öffentlichen Einrichtungen zusammenarbeiten. Zu den wichtigsten Partnern zählen die IG Metall, der Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall sowie die Bundesagentur für Arbeit.
Kernaufgaben wie Vermittlung und Qualifizierung bleiben bei den bestehenden Institutionen. Für den Zeitraum von 2026 bis 2028 fließen rund 530.000 Euro aus dem Wirtschaftsförderfonds in das Vorhaben.
Der Pilotversuch in Hildesheim markiert den ersten Schritt eines umfassenderen Plans zur Stärkung der regionalen Arbeitskräfte. Bei Erfolg könnte das Netzwerk zu einem dauerhaften Instrument für den Umgang mit Beschäftigungsveränderungen werden. Das Land erwartet, dass eine engere Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und Behörden die Jobsecurity verbessert.