04 April 2026, 22:19

Niedersachsen startet Job-to-Job-Netzwerk für direkten Berufswechsel ohne Arbeitslosigkeit

Detailreiche Schwarz-Weiß-Karte von Karlsruhe, Deutschland aus dem Jahr 1900, die Straßen, Gebäude und Beschriftungen zeigt.

Niedersachsen startet Job-to-Job-Netzwerk für direkten Berufswechsel ohne Arbeitslosigkeit

Neues Projekt in Niedersachsen: Direkter Berufswechsel ohne Arbeitslosigkeit

Ein neues Vorhaben in Niedersachsen soll den Übergang von Arbeitnehmern zwischen verschiedenen Jobs grundlegend verändern. Das Land stellt der Zukunftsregion Ems-Vechte über 818.000 Euro für ein sogenanntes Job-to-Job-Netzwerk zur Verfügung, wie am 4. Februar 2026 bekannt gegeben wurde. Ziel des Projekts ist es, Beschäftigten den direkten Wechsel in neue Positionen zu ermöglichen – ohne vorherige Arbeitslosigkeit.

Das von der IG Metall unterstützte Netzwerk soll ein dauerhaftes System für den Strukturwandel in der Industrie schaffen. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung von Arbeitskräften aus schrumpfenden Branchen an Unternehmen, die dringend Fachpersonal suchen. Bevor externe Stellenbesetzungen in Betracht gezogen werden, müssen Betriebe zunächst interne Lösungen wie Umschulungen oder Aufgabenwechsel prüfen.

Die Gewerkschaft betont, dass ein gut organisiertes Netzwerk Fachkräftemangel vorbeugen und Arbeitsplatzverluste verringern könnte. Bestehende Angebote – etwa Arbeitsagenturen, Weiterbildungsprogramme oder Betriebsräte – sollen vernetzt werden, um Übergänge zu beschleunigen. Thorsten Gröger, Regionalleiter der IG Metall, unterstrich, dass eine moderne Industrieregion darauf abzielen müsse, Fachwissen zu erhalten statt es zu verlieren.

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Der Erfolg hängt von der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften, Behörden, Handwerkskammern und Bildungsträgern ab. Parallel treibt die IG Metall ein ähnliches landesweites Netzwerk in Sachsen-Anhalt voran, wo Branchen durch Dekarbonisierung, Digitalisierung und demografischen Wandel unter Druck geraten.

Die 818.000 Euro sind ein erster Schritt zur Entwicklung einer langfristigen Lösung für berufliche Übergänge. Gelingt die Umsetzung, könnte das Netzwerk Arbeitslosigkeitsphasen verkürzen und Unternehmen dabei helfen, sich an neue Herausforderungen anzupassen. Das Modell könnte später auch auf andere Regionen mit ähnlichen wirtschaftlichen Veränderungen übertragen werden.

Quelle