18 February 2026, 14:58

Niedersachsen stärkt Demokratieförderung gegen wachsende Online-Radikalisierung junger Menschen

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast im Hintergrund. In der Nähe befindet sich ein Fahrrad und eine Tasche auf der Straße.

Niedersachsen stärkt Demokratieförderung gegen wachsende Online-Radikalisierung junger Menschen

Die Niedersächsische Landesregierung hat Pläne zur Stärkung der Demokratieförderung und Extremismusprävention bekannt gegeben. Der Schritt folgt den Erkenntnissen eines aktuellen Berichts, der auf wachsende Risiken hinweist – insbesondere für junge Menschen, die mit schädlichen Online-Inhalten konfrontiert sind.

Sowohl das Programm "Demokratie und Menschenrechte" als auch das "Präventionsprogramm Islamismus" werden künftig im Rahmen einer abgestimmten Strategie ausgebaut.

Die Entscheidung basiert auf einem Kabinettsbeschluss aus dem Jahr 2023, der die Entwicklung zweier zentraler Landesinitiativen vorsah: Eine konzentriert sich auf Demokratie und Menschenrechte und wird vom Justizministerium geleitet, die andere zielt auf islamistischen Extremismus ab und steht unter der Verantwortung des Innenministeriums.

Der aktuelle Bericht warnt, dass junge Nutzerinnen und Nutzer zunehmend durch digitale Radikalisierung gefährdet sind. Über soziale Medien und Gaming-Plattformen werden gezielt Desinformation, Hassrede und Verschwörungserzählungen verbreitet. Extremistische Gruppen nutzen diese Kanäle, um verletzliche Personen zu manipulieren und anzuwerben.

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Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann betonte die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen. Demokratie lebe vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger, daher sei es entscheidend, ihre Grundlagen zu festigen, so Wahlmann. Die ausgebauten Programme sollen im Rahmen eines einheitlichen Präventionsansatzes sowohl rechtsextremen als auch islamistischen Extremismus entgegenwirken.

Mit der aktualisierten Strategie will das Land junge Menschen besser vor Online-Radikalisierung und antidemokratischen Einflüssen schützen. Durch die Erweiterung beider Programme streben die Behörden eine widerstandsfähigere Abwehr gegen Extremismus an. Gleichzeitig sollen die Maßnahmen die Verbreitung schädlicher Inhalte auf digitalen Plattformen eindämmen.