Niedersachsen senkt CO₂-Ausstoß um fast 10 % – doch Bundesregeln drohen Klimapläne zu gefährden
Elsa JunckNiedersachsen senkt CO₂-Ausstoß um fast 10 % – doch Bundesregeln drohen Klimapläne zu gefährden
Niedersachsen macht große Fortschritte bei der Reduzierung seines CO₂-Fußabdrucks und dem Ausbau erneuerbarer Energien
2023 verzeichnete das Land einen historischen Tiefstand bei den energiebedingten CO₂-Emissionen: Mit 51,6 Millionen Tonnen sank der Ausstoß um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – ein Rückgang von 32,9 Prozent seit 1990.
Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet rasant voran. Genehmigungen für Windkraftanlagen erreichten Rekordwerte, während die Photovoltaik-Kapazität auf etwa 10,5 Gigawatt anwuchs. Niedersachsen strebt an, bis 2025 den gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Quellen zu decken.
Klimaminister Christian Meyer betont Handlungsdruck – warnt vor bundespolitischen Risiken
Meyer lobte zwar die Arbeit des neu gegründeten Niedersächsischen Klimarats, warnte jedoch vor Bundesentscheidungen, die geplante Investitionen in Höhe von 32 Milliarden Euro gefährden könnten. Kritisch äußerte er sich auch zu geplanten Änderungen bei der Wärmeplanung und dem Gebäudeenergiegesetz.
Der Landesrechnungshof hatte in seinem Bericht 2023 bereits strengere Klimaschutzmaßnahmen gefordert. Die Fortschritte bei der Emissionsreduktion waren im Jahresbericht 2022 noch nicht abgebildet. Gleichzeitig könnte das SALCOS-Projekt der Salzgitter AG, sobald es voll läuft, die CO₂-Emissionen um jährlich rund 7,6 Millionen Tonnen senken.
Niedersachsen bleibt auf Klimakurs – doch Bundespolitik und Industrieprojekte entscheiden über weitere Erfolge
Die Emissionen sind deutlich gesunken, wobei erneuerbare Energien eine Schlüsselrolle spielen. Doch bundespolitische Weichenstellungen könnten den Klimakurs bremsen. Großprojekte wie SALCOS bergen hingegen weiteres Potenzial, die Treibhausgasbilanz nachhaltig zu verbessern.






