Neue Brücken an der B188: Enteignung für Umgehungsstraße droht
Die Pläne zum Ersatz zweier maroder Brücken entlang der Bundesstraße B188 bei Brenneckenbrück sind einen Schritt näher gerückt. Während der Bauarbeiten wird eine temporäre Umgehungsstraße über Privatgrund führen, darunter auch das ehemalige Gasthaus Zum Wiesengrund. Das Land hat nun das Verfahren zur Beschaffung der benötigten Flächen eingeleitet – notfalls durch Enteignung.
Das Projekt befindet sich seit Jahren in der Planung; im Oktober 2021 erging ein rechtskräftiger Planfeststellungsbeschluss. Dieser bestätigte, dass ein Teil des Zum Wiesengrund-Geländes für eine vorübergehende nördliche Umgehung über die Aller und den Hochwasserschutzkanal genutzt werden muss. Die Behörden begründen den Eingriff mit verkehrssicherheitlichen Erfordernissen, wobei das öffentliche Interesse Vorrang vor den Einwänden des Eigentümers habe.
Das derzeit für Kurzzeitvermietungen genutzte Anwesen wurde 2019 im Auftrag des Stadtplanungsamts auf etwa 1,2 Millionen Euro geschätzt. Der Eigentümer erhält eine Entschädigung, deren genaue Höhe jedoch noch nicht feststeht. Eine separate Bewertung oder das Enteignungsverfahren wird die endgültige Summe bestimmen, doch wie lange dieser Prozess dauern wird, hat das Land noch nicht mitgeteilt.
Die neuen Brücken werden nach Fertigstellung an derselben Stelle wie die bestehenden Bauwerke stehen. Mit dem Baubeginn ist jedoch noch nicht sofort zu rechnen, da weitere Abstimmungen und Vorbereitungsarbeiten ausstehen. Noch in diesem Jahr sollen zusätzliche Vorarbeiten erfolgen, ein konkreter Starttermin steht aber noch nicht fest.
Das Enteignungsverfahren läuft bereits, sodass das Projekt nach Klärung der Entschädigung vorankommen kann. Die temporäre Umgehung soll die Bauarbeiten ohne langfristige Straßensperrungen ermöglichen. Die fertigen Brücken sollen die Sicherheit auf diesem Abschnitt der B188 deutlich verbessern.






