Mutige Passanten retten 22-Jährigen vor Zug am Braunschweiger Hauptbahnhof
Mutige Passanten retten 22-Jährigen vor Zug am Braunschweiger Hauptbahnhof
22-Jähriger überlebt Suizidversuch am Braunschweiger Hauptbahnhof – Passanten retten ihn vor herannahendem Zug
Ein 22-jähriger Mann hat einen Suizidversuch am Braunschweiger Hauptbahnhof überlebt, nachdem Passanten ihn im letzten Moment von den Gleisen zogen. Der Vorfall ereignete sich nur Augenblicke vor der Ankunft eines heranrasenden Zuges. Die Bundespolizei warnte daraufhin erneut davor, sich in Bahnanlagen in Gefahr zu bringen.
Der Mann war auf die Gleise gesprungen, verfehlte jedoch knapp einen vorbeifahrenden Zug. Verletzt blieb er auf den Schienen liegen, bis zwei Passanten – eine 26-jährige Frau und ein 31-jähriger Mann aus Salzgitter – ihm zu Hilfe eilten. Ihr schnelles Eingreifen verhinderte Schlimmeres.
Kurz darauf trafen Rettungskräfte ein und brachten den Mann mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Ein Bundespolizist leistete Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst die Versorgung übernahm. Martin Kröger, Leiter des Bundespolizeiinspektion Hannover, lobte später die Retter für ihren Mut.
Laut Deutscher Bahn gab es zwischen 2021 und 2025 rund 10.000 Suizidversuche an Bahnhöfen und auf Gleisanlagen. Um die Risiken zu verringern, wurden Maßnahmen wie Bahnsteigabschrankungen, Klettersperren und verstärkte Streifen eingeführt. Zudem sollen Kampagnen wie Zug um Leben – eine Initiative in Zusammenarbeit mit Pro Familia und der Telefonseelsorge – für das Thema sensibilisieren.
Der Mann wurde nach dem Vorfall medizinisch versorgt. Die Behörden appellieren weiterhin daran, sich nicht durch gefährliche Eigeninitiativen in der Nähe von Gleisanlagen zu gefährden. Präventivmaßnahmen, darunter Infrastrukturverbesserungen und Aufklärungskampagnen, bleiben bestehen, um das anhaltende Problem zu bekämpfen.
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