Müller fordert CDU-AfD-Koalition und löst damit politische Debatte aus
Elsa JunckMüller-Chef ermutigt die CDU zu einer Koalition mit der AfD - Müller fordert CDU-AfD-Koalition und löst damit politische Debatte aus
Theo Müller, Gründer der Molkerei Müller, hat mit seiner Forderung nach einer Koalition zwischen CDU und der rechtspopulistischen AfD in Baden-Württemberg für Aufsehen gesorgt. Seine Äußerungen folgen auf eine knapp entschiedene Landtagswahl, bei der die Grünen die CDU mit nur 0,5 Prozentpunkten Vorsprung knapp schlugen. Beide Parteien verfügen nun über jeweils 56 Sitze im neuen Landtag – die Zukunft der Regierung bleibt damit ungewiss.
Bei der Wahl am 9. März 2026 sicherten sich die Grünen 30,2 Prozent der Stimmen und damit 56 Mandate – knapp vor der CDU mit 29,7 Prozent und gleicher Sitzzahl. Die AfD landete mit 18,8 Prozent auf Platz drei und errang 35 Sitze, während die SPD auf 10 Sitze kam. FDP und Die Linke verfehlten jeweils die Fünf-Prozent-Hürde, sodass der 18. Landtag insgesamt 157 Abgeordnete umfasst.
Müller, ein einflussreicher Unternehmer, schlug ein "schwarz-blaues" Bündnis aus CDU und AfD vor und argumentierte, die Christdemokraten dürften sich nicht mit einer Nebenrolle unter dem Grünen-Spitzenkandidaten Cem Özdemir abfinden. Er regte sogar an, die CDU solle im geheimen Parlamentsvoting einen eigenen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten aufstellen. Zudem lobte Müller den AfD-Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier und hatte die AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel zuvor bereits als "Freundin" bezeichnet.
Özdemir wies die Idee einer Machtteilung umgehend zurück und lehnte jede Form einer geteilten Regierungsführung ab. Die CDU ihrerseits schloss eine Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch aus – der Weg zu einer stabilen Regierung bleibt damit unklar.
Da Grünen und CDU über gleich viele Sitze verfügen, gestalten sich die Koalitionsverhandlungen schwierig. Durch die Weigerung der CDU, mit der AfD zu kooperieren, verengen sich die Optionen weiter. Die endgültige Entscheidung über die Regierungsbildung hängt nun von informellen Gesprächen hinter den Kulissen und der geheimen Abstimmung über den Ministerpräsidenten ab.