Mann soll heimlich Frauen in Bahnhofstoilette fotografiert haben – Polizei ermittelt wegen schwerem Verstoß
Margret auch SchlauchinFrauen heimlich in Toilette fotografiert - Festnahme - Mann soll heimlich Frauen in Bahnhofstoilette fotografiert haben – Polizei ermittelt wegen schwerem Verstoß
Ein 36-jähriger Mann steht unter Ermittlungen, nachdem er angeblich heimlich zwei Frauen in einer Toilette am Braunschweiger Hauptbahnhof fotografiert haben soll. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagmittag und löste eine schnelle Reaktion der Polizei sowie ein Strafverfahren wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen aus.
Der Verdächtige wurde überführt, als eine der Geschädigten bemerkte, wie er mit seinem Handy in der Damentoilette Fotos machte. Die beiden Frauen, 18 und 47 Jahre alt, alarmierten umgehend die Behörden. Eine Streifenwagenbesatzung traf ein und nahm den Mann vorläufig fest.
Bei einer Durchsuchung wurden ein ausziehbarer Schlagstock und ein Mobiltelefon sichergestellt, die beide beschlagnahmt wurden. Der Mann wurde später wieder auf freien Fuß gesetzt, muss sich nun aber wegen des Verdachts der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen (§ 201a StGB) verantworten. Bei einer Verurteilung drohen Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren.
Zusätzlich zum Strafverfahren muss sich der Beschuldigte in einem Ordnungswidrigkeitenverfahren für den Besitz des Schlagstocks verantworten. Ob auch Tonaufnahmen angefertigt wurden, was weitere Anklagepunkte nach § 201 StGB nach sich ziehen könnte, steht noch nicht fest, wie die Polizei mitteilte.
Die Bundespolizei ermittelt weiter in dem Fall. Der Verdächtige bleibt unter Beobachtung wegen möglicher Verstöße gegen das Persönlichkeitsrecht, während das beschlagnahmte Handy weitere Beweise liefern könnte. Zudem könnten die Geschädigten nach deutschem Recht zivilrechtliche Schadensersatzforderungen geltend machen.