19 February 2026, 06:49

Lüneburger Bäckerei tauft 'Amerikaner' in 'Grönländer' um – und löst Debatte aus

Ein weißer Teller voller Kekse auf einem Tisch, umgeben von Gläsern und anderen Gegenständen, mit einem Papier mit Text und Logo unten.

Lüneburger Bäckerei-Idee: "Grönländer" statt "Amerikaner" - Lüneburger Bäckerei tauft 'Amerikaner' in 'Grönländer' um – und löst Debatte aus

Eine Bäckerei in Lüneburg hat ihre beliebten zuckerglasierten Teilchen von 'Amerikaner' in 'Grönländer' umbenannt – als politisches Statement. Die Entscheidung der De Heidbäcker GmbH sorgt bundesweit für Aufsehen, Kunden und Medien reagieren überwiegend positiv auf die Umbenennung.

Die umgetauften Süßspeisen bleiben noch einige Wochen im Sortiment, bevor sie im Herbst unter dem neuen Namen zurückkehren.

Der Anstoß kam, nachdem die Bäckerei den ursprünglichen Namen nicht mehr als zeitgemäß empfand. Geschäftsführer Jannik Harms beschreibt die Umbenennung als Chance, Publicity für das Handwerk zu generieren und gleichzeitig ein Zeichen zu setzen. Vor der Lüneburger Filiale prangt nun ein Schild mit der Aufschrift 'Backt Kuchen, nicht Krieg' – eine klare Botschaft hinter dem Schritt.

Kunden in der Region begrüßen die Änderung, manche sehen darin eine Solidaritätsbekundung mit Dänemark und Europa. Wer auch jetzt noch nach einem 'Amerikaner' fragt, bekommt zwar dasselbe Gebäck – auf dem Bon steht jedoch 'Grönländer'. Die Bäckerei verzeichnet seit der Ankündigung einen Umsatzanstieg.

Die Herkunft des Namens 'Amerikaner' bleibt unklar. Manche Theorien führen ihn auf ein im Rezept verwendetes Triebmittel zurück, andere sehen eine Ähnlichkeit mit Soldatenhelmen. Unabhängig davon hat die Umbenennung weit über Lüneburg hinaus Aufmerksamkeit erregt – sogar eine Frau aus Prag schickte eine anerkennende E-Mail.

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Die internationale Medienresonanz in den Wochen nach der Bekanntgabe fällt überwiegend positiv aus. Was als lokale Entscheidung begann, ist längst zum Gesprächsthema in ganz Deutschland und darüber hinaus geworden.

Die Teilchen verschwinden vorerst aus den Regalen, bevor sie im Herbst unter dem neuen Namen wieder eingeführt werden. Der mutige Schritt der Bäckerei hat bereits den Absatz gesteigert und Debatten über Markenführung und Politik angestoßen. Bis dahin können Kunden das vertraute Gebäck genießen – nur mit einem anderen Etikett.