Luftverkehrsabgabe sinkt – doch Flugtickets bleiben teuer trotz Steuerentlastung
Maximilian SchönlandLuftverkehrsabgabe sinkt – doch Flugtickets bleiben teuer trotz Steuerentlastung
Ab dem 1. Juli 2023 senkt Deutschland die Luftverkehrsabgabe, um angeschlagene Airlines zu entlasten. Die Maßnahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Reisesektor unter dem Druck hoher Kerosinpreise und steigender Kosten ächzt. Dennoch werden die Ticketpreise trotz der Steuerermäßigung voraussichtlich weiter ansteigen.
Anja Karliczek, Vorsitzende des Tourismusausschusses im Bundestag, wies auf die massiven Herausforderungen hin, vor denen die Branche steht. Sie betonte, dass die explodierenden Kerosinpreise – angetrieben durch die Energiekrise – Fluggesellschaften in ganz Europa belasten, nicht nur in Deutschland. Mit der Steuersenkung soll die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Flughäfen und Airlines gegenüber ausländischen Konkurrenten gestärkt werden.
Karliczek machte jedoch deutlich, dass die reduzierte Abgabe allein nicht ausreichen werde, um die steigenden Ticketpreise auszugleichen. Gleichzeitig forderte sie mehr Anstrengungen, um die deutschen Drehkreuze attraktiver zu gestalten – insbesondere für Touristen. Ziel sei es, das Land als wichtigen Standort für Geschäfts- und Urlaubsreisende zu erhalten.
Die Steuerentlastung tritt zwar bereits nächsten Monat in Kraft, doch für Passagiere könnten Flüge dadurch nicht günstiger werden. Angesichts der nach wie vor hohen Spritkosten werden die Airlines die Mehrbelastungen wahrscheinlich an die Kunden weitergeben. Nun liegt der Fokus der Regierung darauf, die Attraktivität Deutschlands als Reiseziel und Verkehrsdrehscheibe zu sichern.






