Lies fordert klare Regeln für Verbrenner-Aus – aber ohne Technologieoffenheit nach 2035
Margret auch SchlauchinNiedersachsens Ministerpr√§sident Lies fordert Einigung beim Ausstieg aus Verbrennungsmotoren - Lies fordert klare Regeln für Verbrenner-Aus – aber ohne Technologieoffenheit nach 2035
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat einen klaren Fahrplan für das Auslaufen von Verbrennungsmotoren gefordert. Zwar hält er das Ziel von 15 Millionen Elektroautos bis 2030 für unrealistisch, doch der verbindliche Stichtag 2035 solle bestehen bleiben. Seine Vorschläge umfassen Anpassungen, um den Übergang für Fahrzeughalter und Hersteller gleichermaßen zu erleichtern.
Lies betonte, dass die Verantwortung für die Erfüllung der Klimaziele im Verkehrssektor beim Bundesumweltminister Oliver Krischer liege. Ohne Fortschritte in diesem Bereich drohten anderen Branchen strengere Auflagen, um die Defizite auszugleichen, warnte er.
Um die Wende zur E-Mobilität zu beschleunigen, schlug Lies die Einführung von "Super-Credits" für kleine, bezahlbare Modelle vor. Damit sollen Hersteller angeregt werden, günstigere Elektroautos zu produzieren und so mehr Fahrern den Umstieg zu erleichtern. Zudem plädierte er dafür, Reichweitenverlängerer und Plug-in-Hybride auch nach 2035 zuzulassen – vorausgesetzt, ihre Emissionen werden durch bereits im Verkehr befindliche, sauberere Fahrzeuge ausgeglichen. Dieser Ansatz zielt darauf ab, den Übergang abzufedern, ohne das Auslaufdatum 2035 infrage zu stellen. Lies stellte klar, dass er sich gegen eine Technologieoffenheit über 2035 hinaus ausspricht. Stattdessen fordert er einen strukturierten Plan, um sicherzustellen, dass der Verkehrssektor seine Klimaverpflichtungen erfüllt, ohne andere Wirtschaftsbereiche übermäßig zu belasten.
Die von Lies vorgebrachten Ideen sollen Ehrgeiz mit Machbarkeit im Wandel zur Elektromobilität in Einklang bringen. Sollten sie umgesetzt werden, könnten sie die deutsche Strategie für das Verbrenner-Aus 2035 grundlegend verändern. Nun liegt der Fokus darauf, ob Umweltminister Krischer und die Politik diese Anregungen aufgreifen werden.






