26 April 2026, 00:31

Kreuzberger Protestbündnis kämpft gegen rechtsextreme Medienplattform Nius

Schwarze und weiße Zeichnung einer Menge, die eine von Gebäuden gesäumte Straße entlanggeht, mit Text oben und unten: "Die Unionistendemonstration, wie sie vom Western Mail Office aus gesehen wird."

Kreuzberger Protestbündnis kämpft gegen rechtsextreme Medienplattform Nius

In Berlins Kreuzberger Bezirk hat sich ein Protestbündnis gegen die rechtsextreme Medienplattform Nius formiert. Rund 250 Menschen nahmen an der Veranstaltung teil, die sich gegen den Einfluss und die Methoden des Portals richtete. Die Organisator:innen bezeichneten die Kundgebung als Reaktion auf die aggressive Verbreitung rechtspopulistischer Diskurse unter der Leitung von Chefredakteur Julian Reichelt.

Die Aktion fand in der Nähe des Dragonerareal-Geländes statt, wo sich antifaschistische Aktivist:innen versammelten, um eine Informationsveranstaltung vor möglichen Störungen zu schützen. Redner:innen kritisierten Nius als "digitale Pranger" und "Hetze-Plattform", die gezielt Vorurteile gegen Geflüchtete, Klimaaktivist:innen und NGOs schüre. Viele Betroffene der Nius-Kampagnen berichteten von massiven Hasswellen – darunter Vergewaltigungsdrohungen, Todesdrohungen und gewalttätige Beleidigungen.

Nius hatte die Initiative "Nein zu Nius" zuvor als "linksextrem" und "steuerfinanziert" diffamiert – obwohl deren tatsächliche Reichweite begrenzt ist. Die Plattform gehört nicht zu den 100 meistgenutzten Online-Medien Deutschlands und verbuchte 2023 einen Verlust von 13 Millionen Euro. Unterstützt wird sie vom Multimillionär Frank Gotthardt, der enge Verbindungen zur CDU-Spitze unterhält. Dennoch treibt Nius die öffentliche Debatte weiter nach rechts.

Die Protestierenden planen nun eine Kundgebung vor dem Nius-Büro in der Ritterstraße. Auf der Veranstaltung wurden Strategien des Widerstands diskutiert, wobei Solidarität, Mobilisierung und koordinierter Gegenprotest gegen rechtsextreme Medienmacht im Mittelpunkt standen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Bündnis kündigte weitere Aktionen an, darunter Demonstrationen in der Nähe des Nius-Hauptsitzes. Trotz finanzieller Schwierigkeiten und geringer Reichweite bleibt die Plattform ein Verstärker rechtsextremer Narrative. Die von ihren Kampagnen Betroffenen leiden unter anhaltender digitaler Hetze.

Quelle