Kölner Karneval endet mit spektakulärer Nubbel-Verbrennung und Fastenzeit-Beginn
Elsa JunckNubbel-Verbrennung markiert Ende des Straßenkarnevals in Köln - Kölner Karneval endet mit spektakulärer Nubbel-Verbrennung und Fastenzeit-Beginn
Kölner Karneval endet mit traditioneller Verbrennung des Nubbel
Mit der traditionellen Verbrennung des Nubbel ist die Karnevalssaison in Köln zu Ende gegangen. Die aus Stroh gefertigte Puppe, die während der Feierlichkeiten über Gasthaustüren hing, steht symbolisch für die Sünden und Ausschweifungen der vergangenen Wochen. Ihr feuriges Ende markiert für die Kölner den Beginn der Fastenzeit 2025.
Das Nubbel-Verbrennungsritual reicht bis ins Mittelalter zurück. Ursprünglich diente es dazu, böse Geister und Unglück während des Winterübergangs zu vertreiben. Im 19. Jahrhundert verschmolz der Brauch mit den Karnevalsfeiern und wurde zu einer symbolischen Sühnehandlung.
Zahlreiche Zuschauer verfolgten, wie die Strohfigur in Flammen aufging – eine seit Jahrzehnten gepflegte Tradition. Die Feuer symbolisieren das Ende der ausgelassenen Tage und den Beginn einer besinnlicheren Zeit. Währenddessen findet im benachbarten Düsseldorf eine ähnliche Zeremonie statt: die Verbrennung des Hoppeditz, einer weiteren Strohpuppe. Anders als der Kölner Nubbel soll Hoppeditz jedoch symbolisch am 11. November wiederauferstehen, wenn die Vorbereitungen für den nächsten Karneval beginnen.
Die Verbrennung des Nubbel bleibt ein zentraler Höhepunkt im Kölner Karnevalskalender. Sie bringt die Gemeinschaft zusammen, um über die Ausschweifungen der vergangenen Saison nachzudenken, bevor die Fastenzeit beginnt. Die tiefen Wurzeln und die anhaltende Beliebtheit des Rituals unterstreichen seine bleibende Bedeutung für die lokale Kultur.






