Kita-Sanierung in Salzgitter explodiert: Kosten steigen um über 650.000 Euro
Margret auch SchlauchinKita-Sanierung in Salzgitter explodiert: Kosten steigen um über 650.000 Euro
Die Sanierung einer Kita in Salzgitter-Ringelheim steht vor einem deutlichen Kostenanstieg. Ursprünglich mit 945.000 Euro veranschlagt, ist der Preis für das Projekt mittlerweile auf 1.592.645 Euro explodiert – ein Plus von fast 650.000 Euro. Die Stadtverwaltung führt den Anstieg auf eine Mischung aus wirtschaftlichem Druck, geänderten Vorschriften und pandemiebedingten Störungen zurück.
Bis Mitte 2024 waren die Ausgaben bereits auf 1.515.645 Euro gestiegen, was einem Anstieg von 570.645 Euro gegenüber der Schätzung von 2021 entspricht. Weitere 77.000 Euro kamen später durch kleinere, aber absehbare Abweichungen bei den Bauarbeiten hinzu. Den Großteil der Mehrkosten verursachen die laufenden Projektkosten, die das beauftragte Architekturbüro auf 647.645 Euro beziffert.
Steigende Material- und Lohnkosten trugen maßgeblich zur Budgetüberschreitung bei. Die COVID-19-Pandemie trieb die Marktpreise in die Höhe, während die Sanktionen gegen Russland zusätzliche finanzielle Belastungen mit sich brachten. Verschärfte Energievorschriften, darunter das Gebäudeenergiegesetz (GEG), verschärften die Situation weiter. Ab 2026 müssen neue Heizsysteme in größeren Gebäuden zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden, zudem wurden Fördermittel für Sanierungen gekürzt. Höhere CO₂-Preise und strengere EU-Effizienzstandards wie die Energieeffizienzklassen von A bis G ließen die Kosten zusätzlich steigen.
Die Stadtverwaltung hat nun einen Haushaltsnachrag beantragt, um die Deckungslücke zu schließen. Da die meisten Verträge bereits vergeben sind, rechnen die Verantwortlichen nicht mit weiteren nennenswerten Mehrkosten.
Die Endsumme für die Sanierung beläuft sich damit auf 1.592.645 Euro – ein beträchtlicher Anstieg gegenüber den ursprünglich geplanten 945.000 Euro. Die Fertigstellung des Projekts hängt nun von der Genehmigung der Haushaltsanpassung ab, die Inflation, regulatorische Anforderungen und anhaltende Pandemiefolgen berücksichtigt. Weitere Finanzierungsanträge werden derzeit nicht erwartet.






