29 April 2026, 02:48

Inflation steigt 2024 auf 4,6 Prozent – Golfkonflikt belastet deutsche Wirtschaft

Blaue Liniengrafik, die die Euro-Zonen-Inflationsraten in den Vereinigten Staaten zeigt, mit erklärendem Text oben.

Inflation steigt 2024 auf 4,6 Prozent – Golfkonflikt belastet deutsche Wirtschaft

Deutschland bereitet sich auf einen deutlichen Anstieg der Inflation bis Ende 2024 vor, wobei die Rate im Dezember voraussichtlich 4,6 Prozent erreichen wird. Der Anstieg folgt auf erneute Spannungen im Persischen Golf nach einem US-Angriff auf den Iran und belastet damit eine ohnehin schon fragile Wirtschaftslage. Ökonomen warnen, dass die höheren Kosten sowohl Haushalte als auch Unternehmen stark unter Druck setzen könnten.

Die jüngste Prognose des IW-Wirtschaftsinstituts zeigt, dass die Inflation im Laufe des Jahres 2024 kontinuierlich steigen wird. Für Dezember wird eine Rate von 4,6 Prozent erwartet – höher als bisherige Schätzungen. Für das Jahr 2026 wird die durchschnittliche Jahresinflation nun mit 3,5 Prozent veranschlagt, nach zuvor 2,7 Prozent im März.

Der aktuelle Anstieg erinnert an die Entwicklungen während der Energiekrise 2022, als Russlands Angriff auf die Ukraine die Preise in die Höhe trieb. Damals kletterte die Inflation auf über 10 Prozent, der Jahresdurchschnitt lag bei 6,9 Prozent. Nun ist der eskalierende Konflikt im Persischen Golf zum Haupttreiber der neuen Inflationswelle geworden.

Um die Belastungen abzufedern, hat die Regierung kurzfristige Entlastungsmaßnahmen eingeführt. Eine temporäre Kraftstoffpreissenkung wird die Steuern auf Diesel und Benzin ab dem 1. Mai für zwei Monate um etwa 17 Cent pro Liter reduzieren. Zudem dürfen Unternehmen ihren Beschäftigten einen steuerfreien Bonus von bis zu 1.000 Euro zahlen – eine Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran.

Das IW schlägt weitere Schritte vor, darunter eine Erhöhung der Pendlerpauschale, um einkommensschwache Haushalte zu entlasten. Gleichzeitig steht die Europäische Zentralbank (EZB) vor einem schwierigen Spagat: Die Inflation bleibt hartnäckig hoch, während das Wirtschaftswachstum schwächelt – die Handlungsspielräume der Politik sind begrenzt.

Die aktuellen Prognosen unterstreichen die Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft. Angesichts steigender Inflation und stagnierendem Wachstum werden Haushalte und Unternehmen auf staatliche Hilfsmaßnahmen angewiesen sein. Die nächsten Schritte der EZB könnten in den kommenden Monaten eine entscheidende Rolle für die finanzielle Stabilität des Landes spielen.

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