10 January 2026, 02:37

IG BCE fordert längeres Arbeitslosengeld für ältere Beschäftigte ab 50

Mehrere Lokomotiven stehen in einem Abstellgleis mit zahlreichen Eisenstangen darüber. Rechts verläuft ein Zaun entlang einer Eisenbahnschiene mit einem Zug. Zwei Personen stehen in der Mitte der Szene nahe dem Zaun.

Gewerkschaftschef fordert verlängerte Arbeitslosengeldleistungen - IG BCE fordert längeres Arbeitslosengeld für ältere Beschäftigte ab 50

Über 400 Delegierte trafen sich diese Woche in Hannover zum Kongress der IG BCE, wo über die künftige Ausrichtung der Gewerkschaft diskutiert wurde. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, die mehr als 570.000 Mitglieder vertritt, brachte dabei zentrale Vorschläge zu Arbeitslosenleistungen für ältere Arbeitnehmer ein. Der Vorsitzende Michael Vassiliadis sicherte sich zudem mit überwältigender Mehrheit eine weitere Amtszeit.

Auf dem Kongress forderte Vassiliadis eine deutliche Verlängerung der Arbeitslosenunterstützung für Beschäftigte über 50 Jahre. Derzeit beträgt die Höchstbezugsdauer 12 Monate, für Arbeitnehmer ab 58 Jahren steigt sie auf 24 Monate. Sein Vorschlag sieht vor, dass diese Altersgruppe bei 20 Beitragsjahren mindestens 36 Monate Anspruch auf Leistungen hat.

Vassiliadis argumentierte zudem, dass das geschützte Vermögen älterer Arbeitnehmer nicht angetastet werden dürfe – selbst wenn sie auf bedarfsgeprüfte Sozialhilfe angewiesen sind. Seine Position fand starke Unterstützung bei den Delegierten, die ihn mit 95 Prozent der Stimmen für eine weitere vierjährige Amtszeit wiederwählten. Die Initiative der Gewerkschaft ist Teil umfassender Bemühungen, die finanzielle Absicherung langjähriger Mitarbeiter bei Jobverlust zu stärken. Der Kongress in Hannover bildete den Auftakt für die anstehenden Verhandlungen zu diesen Reformen in den kommenden Jahren.

Sollten die Vorschläge der IG BCE umgesetzt werden, würde sich die Dauer des Arbeitslosengelds für ältere Arbeitnehmer deutlich verlängern. Vassiliadis, der nun mit fast einstimmiger Zustimmung im Amt bestätigt wurde, wird die Kampagne der Gewerkschaft zur Durchsetzung dieser Maßnahmen anführen. Das Ergebnis könnte die finanziellen Schutzmechanismen für langjährige Beschäftigte in Schlüsselbranchen neu gestalten.