Hunderte protestieren gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Maximilian SchönlandHunderte protestieren gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Samstag vor dem Hauptbahnhofs von Halle, um gegen ein Kampfstudio mit Verbindungen zur rechtsextremen Szene zu protestieren. Im Fokus der Kundgebung stand die Gladiator Fight Academy, die Kritiker als Treffpunkt für extremistische Vernetzung brandmarken. Organisiert wurde die Demonstration von der lokalen antifaschistischen Gruppe Daumen runter und zog vor allem junge Menschen an, die die Schließung des Studios forderten.
Die Proteste fielen zeitlich mit der Premiere der Gladiator Fight Series zusammen, die die Betreiber des Studios im nahegelegenen Teutschenthal veranstalteten. Bei der Veranstaltung sollen laut Berichten Anhänger der rechtsextremen Szene anwesend gewesen sein, was die Bedenken hinsichtlich der Verbindungen des Studios weiter schürte. Die Demonstranten skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“, um ihren Widerstand zum Ausdruck zu bringen.
Wichtige Persönlichkeiten des Studios pflegen nachweislich Kontakte in extremistische Kreise. Dazu gehört Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt, der zum Kernteam zählt. Auch Christopher Henze, dem Verbindungen zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden, ist dort aktiv. Hans Krüger, Fan von Energie Cottbus und Jugendtrainer im Studio, tritt regelmäßig bei dessen Veranstaltungen an.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Protest durch die Anwesenheit von AfD-Mitgliedern. Paul Backmund, AfD-Kandidat für die anstehende Landtagswahl, nahm gemeinsam mit den Parteikollegen Fabian Jank und Benedikt Weiß an der Veranstaltung des Studios teil. Kritiker werfen dem Studio vor, Gewalt und Diskriminierung zu fördern, wobei dessen Führungspersonal tief in rechtsextreme, männlich dominierte Netzwerke eingebunden sei.
Die Demonstration unterstrich die wachsenden Sorgen über die Rolle des Studios bei der Rekrutierung von Rechtsextremen. Sowohl Organisatoren als auch Teilnehmer forderten dessen Schließung und verwiesen auf die mutmaßlichen extremistischen Verbindungen. Die Veranstaltung spiegelte die zunehmenden Spannungen zwischen antifaschistischen Gruppen und rechtsextremen Netzwerken in der Region wider.






