30 March 2026, 22:21

Hufeisensiedlung Britz feiert 100 Jahre mit Festival und sozialer Vision

Schwarz-weißes Foto eines großen Raums mit Tischen, Stühlen, Säulen, Bögen und Deckenleuchtern, beschriftet mit "Festival der Gesellschaft der Freunde, Berlin" unten.

Hufeisensiedlung Britz feiert 100 Jahre mit Festival und sozialer Vision

Berlins ikonische Hufeisensiedlung in Britz feiert ihr 100-jähriges Jubiläum mit einem viertägigen Festival vom 23. bis 26. Juli 2025. Gleichzeitig wird damit auch das 650-jährige Bestehen des Bezirks Britz gewürdigt. Die Feierlichkeiten unterstreichen die anhaltende Bedeutung der Siedlung als Wahrzeichen fortschrittlicher Architektur und des sozialen Wohnungsbaus.

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Das Festival ehrt das Erbe der Neuen Baukunst, die in den 1920er-Jahren von den Architekten Bruno Taut und Martin Wagner geprägt wurde. Ihre Vision eines "neuen Berlin" – progressiv, weltoffen und sozialistisch – machte die Hufeisensiedlung zu einem Vorbild innovativen Wohnens. Obwohl die Bewegung später durch die Weltwirtschaftskrise, die NS-Diktatur und den Zweiten Weltkrieg unterbrochen und jahrzehntelang vernachlässigt wurde, wirkt ihr Einfluss bis heute nach.

Besucher erwarten Konzerte, Lesungen und Ausstellungen während des gesamten Events. Ein kreativer Workshop unter Leitung von Schülern der Fritz-Karsen-Schule gehört ebenfalls zum Programm. Den Höhepunkt bildet am 26. Juli ein "Gehen-Konzert" sowie ein gemeinsames Picknick, das die Gemeinschaft zusammenbringt.

Unterstützt wird das Festival von Partnern wie Vonovia, dem Landesdenkmalamt Berlin und dem Verein der Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung. Ziel ist es, den Geist von Tauts und Wagners Vision wiederzubeleben. Christoph Rauhut, Leiter des Denkmalamts, betont, dass moderne Siedlungen wie diese auch heute noch frisch und lebendig wirken.

Das Jubiläumsfest unterstreicht die Rolle der Hufeisensiedlung als Symbol für zukunftsweisendes Design und sozialen Fortschritt. Durch die Verbindung von Geschichte und zeitgenössischer Kultur bleibt das Erbe des Neuen Bauens für kommende Generationen lebendig.

Quelle