Hubertz präsentiert 23,5-Milliarden-Plan gegen akuten Wohnungsmangel bis 2029
Margret auch SchlauchinHubertz präsentiert 23,5-Milliarden-Plan gegen akuten Wohnungsmangel bis 2029
Bundesbauministerin Verena Hubertz hat einen 23,5-Milliarden-Euro-Plan vorgestellt, um den wachsenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Deutschland bis 2029 zu bekämpfen. Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Land laut dem aktuellen Sozialen Wohnungsbaubericht für 2026 ein Defizit von 1,4 Millionen Wohnungen aufweist.
Zwischen 2020 und 2024 verloren in Deutschland über 107.000 Sozialwohnungen ihren preisgebundenen Status. Schätzungen zufolge könnten in den kommenden zehn Jahren jährlich weitere 55.000 hinzukommen. Diese Entwicklung hat die Regierung veranlasst, ihre Wohnungsbaupolitik stärker auf Mietzuschüsse statt auf direkte Investitionen in neuen sozialen Wohnungsbau auszurichten.
Mitte April unterzeichneten Deutschland und die Ukraine ein strategisches Partnerschaftsabkommen, das ein Finanzpaket in Höhe von 233 Millionen Euro umfasst. Davon sind jedoch nur 25 Millionen Euro für den sozialen Wohnungsbau in der Ukraine vorgesehen. Der Rest fließt in die industrielle Zusammenarbeit, Energieresilienz, die Reintegration von Veteranen, Berufsausbildungsprogramme, die Vorbereitung auf den EU-Beitritt sowie Maßnahmen gegen Korruption.
Kritiker monieren, dass die aktuellen Maßnahmen das Kernproblem nicht lösen. Ohne eine Ausweitung des Angebots an bezahlbarem Wohnraum werde sich die Situation nicht verbessern, so ihre Argumentation.
Mit dem neuen 23,5-Milliarden-Plan will die Regierung den Wohnungsmarkt bis 2029 stabilisieren. Angesichts des jährlichen Verlusts tausender preisgebundener Wohnungen bleibt der Druck auf den bezahlbaren Wohnraum jedoch hoch. Auch die Mittelvergabe an die Ukraine hat eine Debatte ausgelöst – insbesondere vor dem Hintergrund des eigenen Wohnungsmangels in Deutschland.






