Hettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf 3,1 Prozent mehr Lohn
Möbelzulieferer Hettich überzeugt Tausende Mitarbeiter, vereinbarte Lohnerhöhung zu verschieben
Das Unternehmen Hettich hat Tausende seiner Beschäftigten dazu bewegt, eine vereinbarte Gehaltserhöhung aufzuschieben. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund finanzieller Schwierigkeiten des Konzerns. Die Mitarbeiter verzichten damit auf eine für den 1. April vorgesehene Erhöhung um 3,1 Prozent.
Die Lohnerhöhung war in einem Tarifvertrag mit der IG Metall festgelegt worden. Hettich schlug vor, sie um ein volles Jahr zu verschieben, um Kosten zu sparen. Die zustimmenden Beschäftigten werden in den kommenden zwölf Monaten insgesamt über 1.000 Euro weniger erhalten.
Mindestens 90 Prozent der Belegschaft stimmten der Verschiebung zu. Das Unternehmen betont, die Entscheidung sei ohne Druck gefallen. Die Unternehmensführung bestreitet, Druck ausgeübt zu haben, und beharrt darauf, dass die Wahl freiwillig war.
Die IG Metall kritisiert die Entscheidung scharf. Die Gewerkschaft wirft Hettich vor, die Mitarbeiter in finanzielle Not zu bringen. Gleichzeitig erwartet das Unternehmen durch den Schritt Einsparungen in Millionenhöhe.
Die Verschiebung bedeutet, dass die Beschäftigten ihre geplante Erhöhung von 3,1 Prozent erst im nächsten Jahr erhalten werden. Hettich begründet die Maßnahme mit den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Kritik der Gewerkschaft unterstreicht die anhaltenden Spannungen bei Tarifverhandlungen.






