04 March 2026, 20:39

Heidekreis will bis 2040 klimaneutral werden – doch die Zeit drängt

Ein Plakat mit Text und einem Logo, auf dem "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030." steht.

Heidekreis will bis 2040 klimaneutral werden – doch die Zeit drängt

Landkreis Heidekreis setzt ehrgeizige Ziele: Klimaschutz bis 2040 – Verwaltung will bereits 2035 soweit sein

Bei einem kürzlich abgehaltenen Klimaforum trafen sich Vertreter verschiedener Bereiche, um eine gemeinsame Strategie zur Erreichung dieser Ziele zu erarbeiten. Fachleute und Aktivisten betonten gleichermaßen die Dringlichkeit des Handelns und warnten vor den raschen Auswirkungen des Klimawandels auf die Region.

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Landrat Jens Grote rief auf dem Forum zu einem abgestimmten Vorgehen im gesamten Heidekreis auf. Er räumte ein, dass die lokalen Behörden weniger als die Hälfte der notwendigen Instrumente für eine vollständige Klimaschutz in der Hand hätten. Der Landkreis prüft derzeit Lösungen wie Fernwärmenetze, Tiefengeothermie und quartiersbezogene Energiekonzepte. Zudem wird an einer kommunalen Wärmeplanung gearbeitet.

Dr. Theresa Weinsziehr, Leiterin der regionalen Energieagentur, hob Fortschritte in der Photovoltaik und bei der energetischen Sanierung von Gebäuden hervor. Diese Maßnahmen sind Teil der laufenden Bemühungen, die Emissionen zu senken. Gleichzeitig warnte Professor Markus Quante davor, dass sich der Klimawandel beschleunige und der Region zunehmend Extremwetter sowie Wasserknappheit bringe.

Die junge Aktivistin Holly Treiber forderte konkrete Schritte, darunter den zweigleisigen Ausbau des Heidekreuz-Bahnnetzes. Sie bestand darauf, das Klimaschutzziel bis 2040 einzuhalten. Der Landkreis arbeitet mit dem Unternehmen Target zusammen, das auf kommunale Klimastrategien spezialisiert ist, um seinen Plan weiter zu verfeinern. Tobias Timm, Geschäftsführer von Target, bezeichnete das Vorhaben als anspruchsvoll, aber unverzichtbar, um das Leben auf der Erde zu bewahren.

Target hat bereits über 150 deutsche Kommunen – darunter Hameln, Hannover und Osnabrück – bei der Entwicklung von Klimaschutzkonzepten unterstützt. Eine vollständige Übersicht der Projekte findet sich auf der Website des Unternehmens.

Der Heidekreis verfügt nun über einen klaren Zeitplan für Klimaschutzmaßnahmen, gestützt durch Fachwissen und öffentlichen Druck. Die Strategie des Landkreises setzt auf den Ausbau erneuerbarer Energien, die Verbesserung der Infrastruktur und die Zusammenarbeit über alle Sektoren hinweg. Der Erfolg hängt davon ab, lokale Anstrengungen mit übergeordneten regionalen und nationalen Maßnahmen in Einklang zu bringen.