Hamburgs Kinder- und Jugendarbeit droht der Kollaps durch Finanznot
Margret auch SchlauchinHamburgs Kinder- und Jugendarbeit droht der Kollaps durch Finanznot
Hamburgs einziges Fachnetzwerk für offene Kinder- und Jugendarbeit steht vor dem Aus. Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit Hamburg (VKJH) kämpft mit unzureichenden Mitteln für seine Geschäftsstelle. Ohne Lösung könnten seine 17 Einrichtungen und 27 Projekte in Gefahr sein.
Der VKJH beschäftigt 90 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 150 freiberufliche Kräfte, kann die Verwaltungskosten jedoch nicht decken. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, wären jährlich zusätzliche 120.000 Euro für eine Geschäftsführung und eine administrative Stelle nötig.
Die Hamburger Bildungsbehörde plant, die Jugendombudsstelle mit einer neuen Ombudsstelle für Kitas zusammenzulegen. Zudem soll die Trägerschaft der Ombudsstelle neu vergeben werden. Diese Änderungen bedrohen das Büro der OHA! Anwältin für Kinder- und Jugendrechte, das seit 2021 jährlich rund 300 Beratungen durchführt.
Falls bis Ende Juni keine Finanzlösung gefunden wird, will der VKJH über eine Übertragung seiner Einrichtungen und Projekte auf die Bezirksämter beraten. Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat bereits tiefe Besorgnis über die geplanten Vertragsänderungen geäußert.
Die Zukunft des VKJH bleibt ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung ungewiss. Eine mögliche Schließung würde nicht nur die Angebote des Verbands, sondern auch die Arbeit der Ombudsstelle beeinträchtigen. Ob die Organisation weitermachen kann, hängt davon ab, ob bis zur Juni-Frist die Finanzlücke geschlossen wird.






