08 February 2026, 02:43

Hamburgs Emmabank-Ufer nach 160 Jahren Absackung gerettet und originalgetreu wiederhergestellt

Ein Denkmal steht in einem Park mit einer Bank auf der rechten Seite, umgeben von Gras, Bäumen und einem Gebäude im Hintergrund unter einem klaren Himmel.

Hamburgs Emmabank-Ufer nach 160 Jahren Absackung gerettet und originalgetreu wiederhergestellt

Hamburgs historisches Emmabank-Ufer im Bürgerpark nach jahrzehntelanger Absackung vollständig restauriert

Die im 19. Jahrhundert errichtete Emmabank im Hamburger Bürgerpark hatte sich seit den 1860er-Jahren um bis zu 1,5 Meter gesenkt und neigte sich zunehmend. Dank Fördermitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Karin und Uwe Hollweg Stiftung konnte das 100.000-Euro-Projekt zur Rettung des Bauwerks realisiert werden.

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Ursache für den Verfall war die nachnacheiszeitliche Bodenabsenkung sowie die Zersetzung von Torfschichten. Im Laufe der Zeit verschob sich die Uferbefestigung nach Osten und verlor ihre ursprüngliche Form. Bei den 2022 abgeschlossenen Restaurierungsarbeiten stießen Fachleute auf gut erhaltene Fundamentmauerwerke aus dem 19. Jahrhundert sowie das originale Entwässerungssystem von 1867. Archäologen konnten zudem verschiedene Bauphasen nachweisen, die als Leitfaden für die behutsame Verstärkung dienten.

Für die Sanierung musste das Fundament vollständig erneuert werden. Ingenieure installierten ein komplexes System aus Punktlagern und Mikropfählen, um die Statik langfristig zu sichern. Die Aussichtsplattform wurde in ihrer ursprünglichen Silhouette rekonstruiert, während die neoklassizistische Bank in Segmente zerlegt und für die spätere Restaurierung eingelagert wurde.

Im August 2025 begannen schließlich die Arbeiten an der Bank. Auch die Mosaikpflasterung wurde instand gesetzt – die originalen Steine wurden dabei wieder in ihrem traditionellen Fischgrätmuster verlegt.

Die restaurierte Emmabank präsentiert sich nun in stabilem Zustand und bewahrt ihren historischen Charakter. Die Investition von 100.000 Euro garantiert nicht nur die standsichere Substanz, sondern auch eine detailgetreue Rekonstruktion. Besucher können das Wahrzeichen nun wieder so erleben, wie es im 19. Jahrhundert aussah.