Grüne setzen auf Gesine Märtens als neue Bundesschatzmeisterin
Gesine Märtens steht kurz davor, die neue Bundesschatzmeisterin der Grünen zu werden. Die Entscheidung folgt auf wochenlange Debatten innerhalb der politischen Partei über ihre Eignung für das Amt. Ihre Ernennung erfolgt, nachdem die amtierende Schatzmeisterin Manuela Rottmann ihren vorzeitigen Rücktritt bekannt gegeben hatte.
Der Bundesvorstand der politischen Partei sprach sich zunächst für Märtens aus, die anschließend vor dem Bundesfinanzrat zur Abstimmung stand. Von 33 Mitgliedern stimmten 22 für sie, 8 lehnten sie ab und 3 enthielten sich. Trotz anfänglicher Bedenken konnte schließlich eine Mehrheit von ihrer Kandidatur überzeugt werden.
Die Diskussionen waren hitzig verlaufen: Einige Mitglieder kritisierten Märtens’ enge Verbindungen zur Bundesführung sowie ihre fehlende direkte Erfahrung in der Parteifinanzverwaltung. Da jedoch keine alternativen Bewerber:innen zur Verfügung standen, galt ihre Bestätigung letztlich als unausweichlich. Die Parteivorsitzende Franziska Brantner hatte Märtens vorgeschlagen und damit ihre Position gestärkt.
Zuvor war Märtens von 2019 bis 2024 als Staatssekretärin im sächsischen Justizministerium tätig. Ihre endgültige Bestätigung durch die Basis auf dem Grünen-Parteitag in Hannover gilt nun als Formsache.
Mit Märtens’ Ernennung wird die durch Rottmanns Rücktritt entstandene Lücke geschlossen. Das Abstimmungsergebnis deutet auf eine breite, wenn auch nicht einhellige Unterstützung für ihre Führung hin. Künftig wird sie die finanziellen Geschicke der politischen Partei lenken.