25 June 2026, 12:15

Gorlebens Atomlager: Verlängerte Risiken statt dauerhafter Sicherheit

Nukleare Abfalllagerung in Gorleben

Gorlebens Atomlager: Verlängerte Risiken statt dauerhafter Sicherheit

Ungewisse Zukunft für Gorlebens Zwischenlager für Atommüll

Die vorläufige Atommüll-Lagerstätte in Gorleben steht vor einer unklaren Zukunft. Die erste Betriebsgenehmigung der Anlage läuft 2034 aus, weshalb die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) eine Verlängerung um 20 Jahre beantragt hat. Kritiker halten das in die Jahre gekommene Bauwerk jedoch für nicht mehr zeitgemäß.

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Das zwischen 1982 und 1983 errichtete Lager in Gorleben verfügt über 50 Zentimeter dicke Stahlbetonwände und eine 20 Zentimeter starke Dachplatte. Aktuell lagern dort 113 Castor-Behälter, die in 13 gesicherten Transporten zwischen 1995 und 2011 angeliefert wurden.

2024 begann die BGZ mit dem Bau einer zehn Meter hohen Schutzbarriere um das Gelände. Zudem wurde im Frühjahr des Vorjahres eine Flugverbotszone verhängt, um die Sicherheit zu erhöhen. Dennoch spotten Umweltschützer und spöttisch vom „Kartoffelschuppen“ – das Lager sei weder gegen Flugzeugabstürze noch gegen Drohnenangriffe oder Beschuss mit schweren Waffen gewappnet.

Die Suche nach einem dauerhaften Endlager in tiefen geologischen Schichten zieht sich indes weit länger hin als geplant. Experten gehen mittlerweile davon aus, dass ein solches frühestens in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts in Betrieb gehen dürfte. Diese Verzögerung wirft die Frage auf, ob Gorleben abgerissen und durch einen modernen, zweckgebundenen Neubau ersetzt werden sollte.

Trotz der bekannten Schwachstellen der Anlage beantragt die BGZ nun eine 20-jährige Verlängerung. Eine langfristige Sicherheitsstrategie bleibt jedoch weiter aus. Solange keine dauerhafte Lösung in Sicht ist, geht von den hochradioaktiven Abfällen in Gorleben weiterhin ein Risiko aus.

Quelle