09 February 2026, 08:40

Gil Ofarim gewinnt Dschungelkrone – doch sein Antisemitismus-Skandal bleibt unvergessen

Eine Schwarz-Weiß-Illustration einer Gruppe von Menschen in traditioneller Kleidung, die in einem Kreis in einem Dschungel stehen, mit hohen Bäumen, kleinen Hütten und einem tiefblauen Himmel mit verstreuten weißen Wolken im Hintergrund; der Text unten lautet "Die Geschichte des Dschungels".

Gil Ofarim gewinnt Dschungelkrone – doch sein Antisemitismus-Skandal bleibt unvergessen

Die neueste Staffel von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!"* ist zu Ende gegangen – und hinterlässt bei den Zuschauern gemischte Gefühle. Gil Ofarim sicherte sich die Dschungelkrone, doch die Kontroverse um seine früheren falschen Antisemitismus-Vorwürfe wirft weiterhin Schatten auf seinen Sieg. Das diesjährige Teilnehmerfeld, eine Mischung aus Reality-Stars der vierten Reihe und völlig unbekannten Persönlichkeiten, sorgte für eine bunte Abfolge aus Drama, moralischen Grabenkämpfen und sogar einer unerwarteten Kakerlaken-Tragödie.

Die Staffel begann mit einer ungewöhnlichen Dynamik: Die älteren Teilnehmer beobachteten die jüngeren, kameragewohnten Reality-Darsteller mit einer Mischung aus Faszination und Geringschätzung. Die Camp-Atmosphäre erinnerte oft an einen Sezierkurs – rohe Emotionen und Konflikte wurden unter dem unablässigen Blick der Kameras schonungslos offengelegt.

Ein besonders skurriler Moment ereignete sich, als eine Kakerlake ins Feuer unter einem Topf mit Reis und Bohnen sprang. Bauer Patrick, sichtbar erschüttert, fragte sich, ob die Stimmung im Camp unerträglich geworden sei. Der Vorfall wurde zum Gesprächsthema – übertroffen nur von den endlosen moralischen Debatten der Kandidaten.

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Einer der größten Streitpunkte entzündete sich zwischen Samira und Eva, nachdem Evas früherer One-Night-Stand mit Samiras damaligem Partner wieder ans Licht kam. Eva wurde schnell als "Beziehungszerstörerin" abgestempelt, was die Spannungen im Camp weiter anheizte. Unterdessen ging Teilnehmer Ariel immer wieder auf Gil Ofarim los und forderte eine öffentliche Entschuldigung – trotz dessen früherer privater Einigung in der Sache der falschen Antisemitismus-Vorwürfe. Ofarim hatte im November 2023 vor Gericht eingeräumt, dass seine Behauptungen aus dem Jahr 2021 erfunden waren, und 10.000 Euro gezahlt, um den Fall beizulegen. Seine Teilnahme im Dschungel vertiefte jedoch die öffentliche Ablehnung: Umfragen zeigten, dass 41 Prozent ihm Lügen vorwarfen, während ihm niemand noch Glaubwürdigkeit attestierte.

Ironischerweise könnte gerade das ständige moralische Getue der anderen Camp-Bewohner Ofarim geholfen haben, genug Zuschauerstimmen für den Einzug ins Finale zu sichern. Die Staffel wurde als "unangenehm mit einer Prise unerträglich" beschrieben – doch sein Sieg krönte eine zutiefst gespaltene Runde.

Ofarims Erfolg hat wenig dazu beigetragen, sein angekratztes Image aufzubessern. Die öffentliche Meinung bleibt hart: Kommentatoren nennen sein Verhalten "höchst peinlich" und stellen fest, er habe "jeden Sympathiepunkt verspielt". Die Mischung aus kleinlichen Streitigkeiten, moralischer Attitüde und surrealen Momenten hat diese Staffel geprägt – wenn auch nicht unbedingt im positiven Sinne.