Gestohlener Maßkrug kehrt nach 48 Jahren ins Hofbräuhaus zurück
Ein gestohlener Bierkrug kehrt nach fast einem halben Jahrhundert ins Münchner Hofbräuhaus zurück
Nach fast 50 Jahren ist ein entwendeter Bierkrug wieder im berühmten Münchner Hofbräuhaus angekommen. Der 1976 von einem englischsprachigen Touristen mitgenommene Maßkrug wurde in diesem Jahr mit einem Entschuldigungsschreiben zurückgeschickt. Neben dem Krug übermittelte der anonyme Besucher 20 Euro als verspätete Zahlung für das längst fällige Stück.
Im Brief gestand der Tourist, den Krug damals "versehentlich" eingesteckt zu haben. Trotz der langen Zeit wollte er die Sache nun richtigstellen. Das Hofbräuhaus führt jedoch keine Aufzeichnungen über vermisste Krüge, da Diebstähle dort relativ häufig vorkommen.
Solche Rückgaben sind häufiger, als man denken möchte. Die Brauerei erhält etwa drei bis vier ähnliche Briefe oder zurückgeschickte Krüge pro Jahr. Zwar gibt es bereits Sicherheitsvorkehrungen, um Diebstähle zu verhindern – dennoch verschwinden immer wieder Maßkrüge mit der Zeit.
Die beigefügten 20 Euro werden nicht ungenutzt bleiben: Stattdessen fließen sie an die Initiative Bunte Münchner Kindl, eine lokale Hilfsorganisation für bedürftige Kinder.
Dieser Fall ist nur einer von vielen, in denen gestohlene Krüge nach Jahrzehnten wieder auftauchen. Das Hofbräuhaus behandelt solche Rückgaben routinemäßig und leitet eventuell mitgeschickte Geldbeträge oft an gemeinnützige Zwecke weiter. Fürs Erste ist der Krug von 1976 nun wieder an seinem rechtmäßigen Platz – zusammen mit einem kleinen Beitrag für den guten Zweck.