28 April 2026, 06:27

Gauweiler fordert CSU-Bündnis mit Freien Wählern gegen "Demokratie-Krise"

Ein gerahmtes Bild der Wahlkreise Bayerns, das deutsche und österreichische Provinzen zeigt.

Gauweiler fordert CSU-Bündnis mit Freien Wählern gegen "Demokratie-Krise"

Der ehemalige bayerische Minister Peter Gauweiler fordert einen radikalen Kurswechsel in der deutschen Politik. Er plädiert dafür, dass CSU und Freie Wähler eine gemeinsame Allianz über die Grenzen Bayerns hinaus bilden. Sein Vorstoß zielt darauf ab, die von ihm wahrgenommene Kluft zwischen Wählerwillen und Regierungspolitik zu überwinden.

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Gauweiler, der einst unter Franz Josef Strauß und Edmund Stoiber diente, kritisiert starre Parteigrenzen als schädlich für die Demokratie. Er prangert die Praxis an, parlamentarische Vorlagen allein aus Parteiraison abzulehnen, und nennt dies unehrlich. Während seiner Zeit im Bundestag unterstützte er sogar Anträge der Linken, wenn er inhaltlich mit ihnen übereinstimmte.

Zudem hinterfragt er die Strategie der "Brandmauern" gegen bestimmte Parteien, darunter die AfD. Stattdessen setzt er sich für offene Debatten und Überzeugungsarbeit ein. Als Lösung schlägt er gemeinsame Wahllisten vor – etwa ein Bündnis aus Freien Wählern und CSU –, um die Fünf-Prozent-Hürde zu umgehen.

Kern seiner Argumentation ist, dass ein bürgerlich-konservatives Bündnis die deutsche Politik dominieren könnte. Er behauptet, eine solche Bewegung könnte bis zu zwei Drittel der Stimmen gewinnen. Sein Ziel ist klar: Er will verhindern, was er als "Absurdität" bezeichnet – dass rechtstendenzielle Wähler am Ende von links regiert werden.

Gauweilers Plan würde den Wettbewerb konservativer Parteien bei Wahlen grundlegend verändern. Durch gemeinsame Listen könnten sie mehr Sitze und Einfluss gewinnen. Gleichzeitig stellt sein Vorstoß die Tradition infrage, bestimmte Parteien ohne Debatte von der Zusammenarbeit auszuschließen.

Quelle