19 June 2026, 22:16

FDP-Streit eskaliert: Döring sagt Debatte mit Hagen wegen Junger Freiheit ab

Aus der Diskussion gezogen

FDP-Streit eskaliert: Döring sagt Debatte mit Hagen wegen Junger Freiheit ab

Eine geplante Debatte zwischen Sabine Döring und FDP-Generalsekretär Martin Hagen ist abgesagt worden. Döring zog ihre Teilnahme an der vom Friedrich-Naumann-Stiftung organisierten Veranstaltung zurück und begründete dies mit Bedenken gegenüber dem anderen beteiligten Medium. Die Entscheidung unterstreicht die wachsenden Spannungen innerhalb der FDP über den Umgang mit Wählern und Medien, die der AfD nahestehen.

Sabine Döring sagte ihre Teilnahme an der Podiumsdiskussion mit Martin Hagen ab. Als Grund nannte sie die klare politische Ausrichtung der Jungen Freiheit. Die Zeitung ist für ihre ausführliche Berichterstattung über die AfD und ihre Leserschaft unter den Parteianhängern bekannt.

Martin Hagen hatte der Jungen Freiheit kürzlich ein Interview gegeben, in dem er die AfD scharf kritisierte. Während des Gesprächs sah er sich konfrontativen Fragen ausgesetzt, nutzte die Plattform aber auch, um die Positionen der Partei anzugreifen. Andere FDP-Politiker sind ebenfalls mit dem Blatt in Kontakt getreten – sei es durch Interviews oder Gastbeiträge.

Die FDP steckt derzeit in einer existenziellen Krise. Viele ihrer Wähler sind in den vergangenen Jahren zur AfD gewechselt. Die Partei betrachtet es nun als überlebenswichtig, diese zurückzugewinnen.

Dörings Weigerung, mit Hagen auf einer Bühne zu stehen, könnte ihre Wirkung auf potenzielle Zuhörer schwächen. Der Schritt scheint zudem darauf abzuzielen, Hagens Rückhalt in der Partei zu untergraben. Unterdessen ringt die FDP weiterhin darum, wie sie die an die AfD verlorenen Wähler zurückgewinnen kann.

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