Fatma Deniz wird neue Präsidentin der TU Berlin – mit Digitalisierung und Sparzwang
Maximilian SchönlandFatma Deniz wird neue Präsidentin der TU Berlin – mit Digitalisierung und Sparzwang
Technische Universität Berlin: Fatma Deniz übernimmt am 1. April die Präsidentschaft
Die Technische Universität Berlin (TU Berlin) bekommt am 1. April eine neue Präsidentin: Fatma Deniz, 43-jährige Professorin für Informatik, übernimmt die Leitung einer der größten technischen Hochschulen Deutschlands. Mit rund 34.000 Studierenden steht die TU Berlin unter ihrer Führung vor finanziellen Herausforderungen und ehrgeizigen Digitalisierungszielen.
Die in München geborene Deniz studierte Informatik an der TU München und promovierte 2008. Ihre Forschungsarbeit führte sie ans Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience und an die TU Berlin. Später vertiefte sie ihre Expertise in künstlicher Intelligenz und Datenverarbeitung während eines Aufenthalts in Kalifornien, wo sie lehrte und forschte.
Seit 2023 ist Deniz Professorin für Informatik an der TU Berlin. 2024 wurde sie Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit – eine Position, die sie auf ihre neue Rolle vorbereitete. Nun liegt ihr Fokus darauf, die digitale Transformation der Universität voranzutreiben, während sie gleichzeitig die angespannte Haushaltslage bewältigen muss.
Aktuell kämpft die TU Berlin mit einem Sanierungsstau von 2,4 Milliarden Euro bei ihren Gebäuden. Zudem muss die Hochschule bis Ende 2028 dauerhaft 65 Millionen Euro einsparen – das entspricht 15 Prozent des Gesamtbudgets. Diese Herausforderungen erwarten Deniz zu Beginn ihrer Amtszeit, in der sie Innovation und finanzielle Verantwortung in Einklang bringen soll.
Ihre Führung beginnt in einer entscheidenden Phase für die TU Berlin. Deniz' interdisziplinärer Forschungshintergrund und ihre Expertise in Digitalisierung werden die Zukunft der Universität prägen. Gleichzeitig muss die Institution in den kommenden Jahren erhebliche Haushaltskürzungen und Infrastrukturprobleme meistern.






