Erkundungslizenz für 48 Rohstoffe im Harz an Alpha Future Partners vergeben
Elsa JunckErkundungslizenz für 48 Rohstoffe im Harz an Alpha Future Partners vergeben
Erkundungslizenz für Rohstoffe im westlichen Harz vergeben
Im westlichen Harz wurde eine neue Erkundungslizenz für ein breites Spektrum an Mineralien erteilt. Die Genehmigung "Kaiserpfalz", die sich über 237,5 Quadratkilometer im Landkreis Goslar erstreckt, wurde von der Alpha Future Partners GmbH beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) beantragt und bewilligt. Erstmals wurde eine Bergbaulizenz vollständig über das digitale System des LBEG, BergPass, bearbeitet.
Die Lizenz berechtigt das Unternehmen zur Erkundung von 48 verschiedenen Mineralien, darunter Gold, Silber, Kupfer, Kobalt sowie Seltene Erden wie Lanthan und Yttrium. Zwar darf Alpha Future Partners nun mit den Vorbereitungen für die Erkundung beginnen, doch müssen konkrete Probebohrungen oder Feldarbeiten separat im Rahmen von Betriebsplänen genehmigt werden.
Die Genehmigung gilt bis zum 31. Oktober 2028, mit einer anfänglichen Laufzeit von drei Jahren. LBEG-Präsident Jörg Michael erteilte die Lizenz nach Prüfung des Antrags und in Absprache mit den betroffenen Kommunen. Die Vergabe spiegelt die wachsende Nachfrage nach heimischen Rohstoffen wider – insbesondere vor dem Hintergrund, dass Deutschland seine Versorgung mit kritischen Ressourcen sichern will. In den vergangenen 17 Jahren wurden in der Region lediglich fünf Erkundungsanträge für Mineralien (ohne Lithium) gestellt. Aktuell bearbeitet das LBEG mehrere Lizenzanfragen, getrieben auch durch das steigende Interesse an Geothermie. Bis 2027 soll die Behörde vollständig digital arbeiten; BergPass soll künftig die Antragsverfahren für Bergbaulizenzen beschleunigen.
Die "Kaiserpfalz"-Lizenz setzt als erste vollständig digital erteilte Bergbaubewilligung des LBEG Maßstäbe. Alpha Future Partners kann nun mit der Planung der Erkundungsarbeiten beginnen, wobei weitere Genehmigungen für konkrete Feldaktivitäten erforderlich sein werden. Die Entscheidung unterstreicht den zunehmenden Fokus auf heimische Rohstoffvorkommen sowie den Digitalisierungsschub in behördlichen Prozessen.