25 April 2026, 14:24

Energiewende in der Krise: Bundesländer fordern klare Pläne für 2027 und mehr Investitionssicherheit

Eine Liniengraphik, die die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Energiewende in der Krise: Bundesländer fordern klare Pläne für 2027 und mehr Investitionssicherheit

Energieminister der Bundesländer kritisieren Pläne für die deutsche Energiewende

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Die Energieminister der deutschen Bundesländer haben Bedenken gegenüber den aktuellen Plänen für die Zukunft der erneuerbaren Energien im Land geäußert. Sie argumentieren, dass die vorgeschlagenen Änderungen kleinere Projektentwickler nicht ausreichend fördern und es an langfristiger Planungssicherheit fehlt. Die Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Ende 2026 ausläuft.

Christian Meyer, Energieminister von Niedersachsen, betonte die Notwendigkeit verlässlicher Rahmenbedingungen, um Milliardeninvestitionen zu sichern. Er verwies darauf, dass der Ausbau von Solar-, Wind- und Bioenergie bereits zu sinkenden Strompreisen im gesamten Land beigetragen habe. Meyer sprach sich zudem für die Einführung von Contracts for Difference (Differenzverträgen) aus, um der Branche mehr Planungssicherheit zu geben.

Ein von den Ministern in Auftrag gegebener Expertenbericht warnt, dass die Förderung erneuerbarer Energien über das Jahr 2026 hinaus fortgesetzt werden müsse. Tobias Goldschmidt, Energiewendeminister von Schleswig-Holstein, unterstützte diese Forderung und forderte klare politische Weichenstellungen für die Zeit nach dem Auslaufen des EEG.

Die Länderminister kritisierten zudem die Vorschläge von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche. Sie lehnen ihre Pläne für neue Gaskraftwerke sowie Verzögerungen beim Netzausbau ab. Unterdessen meldete Niedersachsen Fortschritte bei der Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für Windkraftanlagen: Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer sank auf 10,6 Monate. Allein im vergangenen Jahr genehmigte das Land 807 neue Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 5,1 Gigawatt.

Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, wie stabile Bedingungen für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien nach 2026 geschaffen werden können. Die Minister bestehen darauf, dass langfristige Förderung und ein schnellerer Netzausbau entscheidend für eine klimaneutrale Zukunft seien. Ohne diese Maßnahmen, so ihre Warnung, drohe ein Investitionsstau in saubere Energien.

Quelle