Eltern im Landkreis Northeim schlagen Alarm: Grundschulen am Limit
Margret auch SchlauchinNormaler Unterricht kaum möglich? Kritik an der Regierung - Eltern im Landkreis Northeim schlagen Alarm: Grundschulen am Limit
Eltern im Landkreis Northeim fordern dringende Verbesserungen an den Grundschulen. Sie behaupten, die aktuellen Bedingungen seien bis an die Belastungsgrenze ausgereizt, die Klassenzimmer kämen kaum noch mit der Situation zurecht. Besonders besorgniserregend seien der Personalmangel und die steigende Zahl von Kindern mit Sprachdefiziten und Verhaltensauffälligkeiten.
Viele Schulen in der Region verzeichnen einen wachsenden Anteil an Schülerinnen und Schülern mit geringen oder gar keinen Deutschkenntnissen. Eltern führen diese Probleme auf die Folgen der COVID-19-Pandemie sowie den Zuzug von Migrantenkindern zurück. Der Unterricht sei kaum noch machbar, einige Klassen seien völlig überlastet, so ihre Schilderung.
Das Kultusministerium hat auf die Kritik reagiert und die angespannte Lage eingeräumt, betont jedoch, dass die Situation im Landkreis kein Einzelfall sei. Zwar gelten die Personalstandards insgesamt als ausreichend, doch gibt das Ministerium zu, dass es an spezialisiertem Förderpersonal fehlt. Um die Lücken zu schließen, verweist die Behörde auf das Startchancen-Programm, das Schulen mit hohem Anteil an nicht muttersprachlichen Kindern zusätzliche Mittel bereitstellt.
Die Eltern fordern jedoch mehr Ressourcen, darunter zusätzliche Lehrkräfte, pädagogische Unterstützungskräfte und einen Ausbau des Teamteachings – also des Unterrichts mit zwei Lehrkräften in einer Klasse. Das Ministerium bestätigt, dass Teamteaching an allen Grundschulen in Northeim bereits Standard sei. Die Eltern halten die bisherigen Maßnahmen jedoch für unzureichend.
Der Konflikt spiegelt die wachsenden Herausforderungen wider, vor denen Schulen angesichts der heterogenen Schülerschaft stehen. Zwar soll das Startchancen-Programm des Ministeriums einige Probleme abmildern, doch bestehen die Eltern auf mehr Personal und höhere Finanzmittel. Ohne weitere Schritte, warnen sie, bleibe die Unterrichtssituation auf Dauer nicht tragbar.






