Drittes Mal in Teterow: Apotheke durch Silvesterknallerei schwer beschädigt
Margret auch SchlauchinDrittes Mal in Teterow: Apotheke durch Silvesterknallerei schwer beschädigt
Rats-Apotheke in Teterow zum dritten Mal durch Silvesterknallerei beschädigt
Die Rats-Apotheke in Teterow ist in der Silvesternacht bereits zum dritten Mal durch rücksichtslose Feuerwerksattacken beschädigt worden. Apothekeninhaber Armin Noeske steht nun vor kostspieligen Reparaturen, nachdem Unbekannte das Gebäude gezielt mit Böllern beschossen. Der Vorfall ist Teil eines bundesweiten Trends, von dem immer mehr Apotheken betroffen sind.
Gegen Mitternacht hatten Gruppen Feuerwerkskörper direkt auf die Fassade der Apotheke abgefeuert. Dabei wurde das beleuchtete Schild so stark beschädigt, dass die Buchstaben "R" und "A" herausgeschossen wurden. Zudem hinterließen die Explosionen Brandspuren an den Schaufenstern. Noeske hat sich dagegen entschieden, die Scheiben zu verbarrikadieren – stattdessen setzt er auf die Einsicht der Öffentlichkeit.
Für die Rats-Apotheke ist es nicht der erste Vorfall dieser Art: Bereits vor einem Jahrzehnt hatte ein fehlgeleiteter Feuerwerkskörper einen Brand ausgelöst, der Noeskes Vater zu aufwendigen Sanierungsarbeiten zwang. In der Silvesternacht 2017/18 traf eine Rakete das Dach des Gebäudes, doch die Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindern. Der aktuelle Zwischenfall bestätigt einen bundesweiten Trend: Allein in den vergangenen fünf Jahren wurden rund 150 Apotheken in Deutschland durch Feuerwerk schwer beschädigt, davon 40 Fälle allein in Nordrhein-Westfalen und Bayern in der Silvesternacht 2024/25.
Auch die Berliner Pommern-Apotheke war im vergangenen Jahr schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, nachdem ein Mörser-Feuerwerk explodiert war und anschließende Plünderungen stattfanden. Noeske will die Reparaturkosten über seine Glasversicherung abwickeln, doch ob die Kosten übernommen werden, ist noch unklar.
Die wiederholten Angriffe auf die Rats-Apotheke zeigen, welchen Risiken Apotheken an Silvester ausgesetzt sind. Während Noeske nun den Schaden begutachten und Versicherungsansprüche geltend machen muss, bleibt das grundsätzliche Problem der Feuerwerks-Vandalismus eine Belastung für Betriebe in zentralen Lagen.






