Dresden baut riesige Wärmepumpe an der Elbe für 45.000 Haushalte
Maximilian SchönlandDresden baut riesige Wärmepumpe an der Elbe für 45.000 Haushalte
Dresden plant den Bau einer neuen Großwärmepumpe am Fluss in der Nähe der Marienbrücke. Das Projekt soll einen erheblichen Teil des Wärmebedarfs der Stadt decken und nutzt dazu Wasser aus der Elbe, um Tausende Haushalte mit Heizenergie zu versorgen.
Die Anlage soll bis 2031 in Betrieb gehen. Sie wird pro Sekunde etwa 2,5 Kubikmeter Wasser aus der Elbe entnehmen. Das Wasser wird rund drei Grad kälter wieder in den Fluss zurückgeleitet – ohne spürbare Auswirkungen auf die Gesamtwassertemperatur.
Im Vollbetrieb wird die Anlage voraussichtlich jährlich etwa 300.000 Megawattstunden Wärme erzeugen. Damit ließe sich der Bedarf von bis zu 45.000 Haushalten decken. Im Gegensatz zu Luft-Wärmepumpen können flusswasserbasierte Systeme fast das ganze Jahr über kontinuierlich Wärme gewinnen.
Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf rund 92 Millionen Euro. Der Standort nahe der Marienbrücke wurde wegen der guten Anbindung an den Fluss und das städtische Fernwärmenetz gewählt. Dresden verbraucht derzeit jährlich 1,7 Millionen Megawattstunden Wärme, wobei etwa die Hälfte der Haushalte an die Fernwärme angeschlossen ist.
Die neue Anlage wird die Wärmeversorgung Dresdens deutlich verstärken und dabei das Ökosystem der Elbe schonen. Das Projekt stellt eine langfristige Investition in die Wärmeinfrastruktur der Stadt dar.






