Deutsche Bahn warnt vor Finanzlücke – Pünktlichkeitsziele bis 2029 in akuter Gefahr
Maximilian SchönlandDeutsche Bahn warnt vor Finanzlücke – Pünktlichkeitsziele bis 2029 in akuter Gefahr
Deutsche Bahn droht Finanzlücke – Pünktlichkeitsziele in Gefahr
Die Deutsche Bahn steht vor einer Finanzierungslücke, die ihre Pünktlichkeitsziele gefährden könnte. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat das Ziel ausgegeben, dass bis 2029 mindestens 70 Prozent der Züge pünktlich sein sollen. Doch ohne zusätzliche Mittel warnt das Unternehmen, dieses Ziel deutlich zu verfehlen.
Schnieders Schienenstrategie sieht vor, dass die Deutsche Bahn innerhalb von sechs Jahren eine Pünktlichkeitsquote von 70 Prozent erreicht. Interne Unterlagen zeichnen jedoch ein düsteres Bild: Bleibt die Finanzierung unverändert, wird die Pünktlichkeit bis 2030 sogar unter 60 Prozent sinken.
Vorstandschefin Evelyn Palla fordert nun Milliardeninvestitionen. Das Unternehmen schätzt, dass bis 2030 mindestens 13 Milliarden Euro zusätzlich benötigt werden, allein um das Netz zu erhalten und zu modernisieren. Mit diesen Mitteln könnte die Bahn nicht nur Schnieders 70-Prozent-Ziel erreichen, sondern es sogar um fünf Prozentpunkte übertreffen.
Die Finanzierungslücke bedroht jedoch auch andere Teile von Schnieders Schienenplan. Ohne weitere Mittel wird es für die Deutsche Bahn schwierig, die im Programm versprochenen umfassenden Verbesserungen umzusetzen.
Die Entscheidung hängt nun davon ab, ob die Bundesregierung zusätzliche Gelder freigibt. Bei ausreichender Finanzierung glaubt die Bahn, das 70-Prozent-Ziel bis 2029 sogar zu übertreffen. Ohne weitere Investitionen dürften sich die Verspätungen jedoch verschärfen – mit der Folge, dass Züge öfter zu spät fahren als pünktlich.






