26 April 2026, 18:19

Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritik bleibt laut

Plakat mit einem Zug auf einer Bahnstrecke mit mehreren Menschen in der Nähe, das 'The American Jobs Plan Will Expand Affordable Public Transportation' bewirbt.

Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritik bleibt laut

Die Deutsche Bahn hat bekannt gegeben, dass die Preise für Fernverkehrstickets ab dem 1. Mai für ein Jahr stabil bleiben. Die Entscheidung ist Teil der Bemühungen, die Folgen der Energiekrise abzufedern. Doch Fahrgastverbände kritisieren den Schritt bereits als unzureichend.

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Vorstandschefin Evelyn Palla bestätigte die Preisfixierung als Reaktion auf die steigenden Energiekosten. Die Maßnahme soll Reisenden in wirtschaftlich unsicheren Zeiten Planungssicherheit bieten. Doch nicht alle sind überzeugt, dass sie spürbare Entlastung bringt.

Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender der Fahrgastinitiative Pro Bahn, argumentierte, dass eine Beibehaltung der Preise nicht ausreiche. Er verwies auf anhaltende Probleme mit Verspätungen und Zugausfällen, die Fahrgäste weiterhin verärgerten. Neuß betonte zudem, dass Fernverkehrstickets ohnehin je nach Strecke und Nachfrage stark variierten – sie seien bereits "dynamische Preise".

Pro Bahn bezeichnete die Ankündigung als ungenügend. Neuß schlug vor, die Bahn solle stattdessen für einen festgelegten Zeitraum die Ticketpreise senken, um Reisende wirksamer zu entlasten. Er stellte auch infrage, ob die Preisfixierung angesichts der bestehenden Preisschwankungen tatsächlich zu Ersparnissen für Fahrgäste führen werde.

Die Preisgarantie tritt am 1. Mai in Kraft und gilt für zwölf Monate. Mit der Entscheidung will die Deutsche Bahn die finanzielle Belastung durch die Energiekrise mildern. Doch Fahrgastverbände bleiben skeptisch, ob davon im Alltag wirklich etwas ankommt.

Quelle