14 June 2026, 10:17

Dehoga warnt vor Sozialreformen: Minijobs in der Gastronomie drohen zu teuer zu werden

Dehoga warnt vor Arbeitsplatzverlusten aufgrund der Pläne von Warken

Dehoga warnt vor Sozialreformen: Minijobs in der Gastronomie drohen zu teuer zu werden

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat Bedenken gegen geplante Reformen der Sozialversicherung für Minijobber geäußert. Die Pläne von Gesundheitsministerin Nina Warken könnten dazu führen, dass die Beiträge von 13 auf 21 Prozent steigen – mit Auswirkungen auf Branchen wie Gesundheit, Pflege und Gastronomie. Dehoga-Geschäftsführerin Jana Schimke kritisiert die Maßnahmen und deren mögliche Folgen für den Arbeitsmarkt scharf.

Schimke argumentiert, dass höhere Krankenkassenbeiträge und zusätzliche Arbeitgeberzuschläge die Unternehmen unzumutbar belasten würden. Sie warnt, dass solche Erhöhungen in der ohnehin finanziell angespannten Gastronomiebranche zu Stellenabbau führen könnten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In ihrem Appell an die Politik fordert Schimke mutige Reformen und eine bessere Zusammenarbeit mit der Branche. Sie betont die Notwendigkeit von Entlastungen bei den Lohnnebenkosten, darunter Bürokratieabbau sowie Senkungen von Steuern und Abgaben. Zugleich weist sie Gewerkschaftsbedenken zurück, wonach neue Arbeitszeitregelungen zu 13-Stunden-Tagen führen könnten – solche Befürchtungen seien haltlos.

Schimke unterstreicht die Bedeutung eines fairen Umgangs mit Mitarbeitenden: „Wer sein Personal schlecht behandelt, verliert es schnell.“ Gleichzeitig äußert sie grundsätzliche Sorgen über den Zustand der sozialen Partnerschaft und die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften.

Die geplanten Reformen würden die Kosten für Arbeitgeber von Minijobbern deutlich erhöhen. Dehoga besteht darauf, dass ohne finanzielle Entlastungen Arbeitsplätze in der Gastronomie und anderen Branchen gefährdet seien. Der Verband setzt sich weiterhin für praktikable Lösungen ein, die sowohl Unternehmen als auch Beschäftigte unterstützen.

Quelle