22 April 2026, 04:23

CDU-Streit eskaliert: Spahns harte Kritik löst interne Machtproben aus

Detailierte alte Karte von Weimar, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit begleitendem Text über die Stadt.

CDU-Streit eskaliert: Spahns harte Kritik löst interne Machtproben aus

In der CDU ist es nach scharfer Kritik des früheren Gesundheitsministers Jens Spahn an der aktuellen Regierung in einer Fernsehsendung zu einem heftigen Schlagabtausch gekommen. Seine Äußerungen provozierten eine wütende Reaktion von Friedrich Merzs Stellvertreter Andreas Radtke, der die Bemerkungen als "katastrophal" bezeichnete. Der Streit offenbart tiefe Spannungen über den Kurs der Partei und ihre anhaltenden Umfrageprobleme.

In der Talkshow Caren Miosga warf Spahn der schwarz-roten Koalition vor, sie betreibe lediglich "Niedergangsverwaltung". Zudem wies er den Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder zur Reform des Kündigungsschutzes als Ablenkung von den eigentlichen Problemen zurück. Seine Kritik richtete sich auch gegen die eigene Partei, in der seiner Meinung nach manche Debatten den Bezug zur Realität verloren hätten.

Radtke konterte scharf und betonte, die Wähler erwarteten Lösungen, Führung und klare Linien. Er räumte ein, die Union habe bei zentralen Wahlversprechen versagt, führte die schlechten Umfragewerte aber auf komplexe Ursachen zurück. Für Unternehmen stünden vor allem Energiepreise, Lieferketten-Sicherheit, Fachkräftemangel und übermäßige Bürokratie im Vordergrund – weniger das Thema Migration, das allerdings zunehmend als Symbol für tiefere Verärgerung wahrgenommen werde.

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Der CDU-Politiker warnte zudem, die rechtspopulistische AfD nutze eine Krisenstimmung aus und profitiere als "Untergangsprophet". Seine Aussagen unterstreichen die inneren Zerwürfnisse der Partei, die darum ringt, das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen.

Der öffentliche Streit zeigt wachsende Frustration in der CDU über Strategie und Kommunikation. Während Radtke praktische Sorgen wie Energiepolitik und Bürokratieabbau betont, steht die Partei unter Druck, sich von internen Grabenkämpfen ab- und konkreten Lösungen zuzuwenden. Wie sie diese Herausforderungen angeht, könnte ihren Weg in den kommenden Monaten entscheidend prägen.

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